Pressemitteilung – Wo bleibt die “Regierung for future”!?

Pressemitteilung – Wo bleibt die “Regierung for future”!?

„Wir haben nur eine Erde“ oder „Hopp hopp hopp, Kohlestopp“ sind die Slogans der jungen Klimaaktivist*innen, die morgen in über hundert deutschen Städten auf die Straße gehen werden, weltweit werden es tausende Demonstrationen sein. Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik:

„Ich unterstütze die engagierten Schüler*innen, die so leidenschaftlich für mehr Anstrengungen gegen den Klimawandel demonstrieren. Der Protest ist nicht nur beeindruckend, sondern auch höchst wichtig. Wir müssen den Klimaschutz sofort und energisch anpacken, aber es fehlen konkrete Klimaschutzprogramme, ein konsequenter Ausstieg aus der Atomkraft und ein klarer Fahrplan für den Kohleausstieg. Anstatt zu sinken, steigen die CO2-Emmissionen weiter an.

Die politische Willensbildung ist zentrales Anliegen des Bildungsauftrags. Es ist erfreulich, dass dieses Engagement von vielen Pädagog*innen als legitimes Anliegen von mündigen Demokrat*innen didaktisch angenommen wird. Der Protest ist ein tolles Praxisbeispiel für Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). So kann Schule nah am Leben sein. Und das Vorurteil der unpolitischen Jugend wird endlich widerlegt.

Die Diskussion um Fehlstunden ist scheinheilig. Wer heute am lautesten die Einhaltung der Schulpflicht beschwört, hat in der Vergangenheit den Politikunterricht verkümmern lassen. Bayern ist hier trauriges Schlusslicht. Dabei ist ganz klar: Schule ist ein Lernort von vielen. Schüler*innen können auf den Kundgebungen mindestens so viel lernen wie in derselben Zeit im Unterricht. Außerdem schließen sich beide Formate nicht aus: Wer freitags demonstriert, kann auch im Unterricht Klimaschutz behandeln oder eine Diskussion dazu organisieren. Wie sicher viele meiner Kolleg*innen auch stelle ich mich dafür gerne zur Verfügung. Es gibt bereits Schulen, die so die versäumte Zeit kompensieren.

Fridays for future ist ein guter Anlass, auch die Bildungspolitik kritisch zu hinterfragen. Demokratiebildung muss in den Lehrplänen stärker verankert werden, der Politik-Unterricht bedarf einer Aufwertung, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Lernen durch Engagement müssen gestärkt werden.

12.000 „scientists for future“ belegen die wissenschaftliche Expertise, auf die sich die demonstrierenden Schüler*innen berufen können und machen klar: Wer den menschgemachten  Klimawandel leugnet, tut dies nicht auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Wissenschaftler*innen weisen zu Recht darauf hin, dass die fortschreitende Klimakrise immer weiter globale Konflikte, Kriege und Fluchtbewegungen anheizt. Das ist unverantwortlich. Daneben unterstreichen die „parents for future“ die Breite der Bewegung. Im Gegensatz dazu ist von einer „Regierung for future“ weit und breit nichts zu sehen. Das 1,5-Grad-Ziel muss ganz oben auf die politische Agenda.“

 

Außerdem habe ich mit Lisa Badum eine gemeinsame Fraktionspressemitteilung veröffentlicht; abzurufen hier.
Die Pressemitteilung wurde unter anderem vom Tageblatt Mittelrhein aufgegriffen.

Heute ist Kauf-nix-Tag
CC BY-NC-ND 4.0 (Foto: Stefan Kaminski)

Heute ist Kauf-nix-Tag

Zum heutigen Kauf-nix-Tag erklärt Margit Stumpp, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim:

“Grenzenloses Wachstum und maßloser Konsum zerstören die Umwelt und gefährden die Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren. Der Kauf-nix-Tag am 24. November setzt ein Zeichen gegen unseren Verschwendungswahn und für die Wertschätzung von dem, was wir schon haben.

Schon seit Jahren wird in den USA Ende November der “Buy-Nothing-Day” von konsumkritischen Initiativen mit Aktionen begangen. Die Botschaft lautet: Konsum allein macht nicht glücklich. Der Aktionstag ist als Gegenentwurf zum “Black Friday” zu sehen, der ebenfalls im November stattfindet und mit vielen Rabattaktionen zu den jährlich größten Konsumumsätzen in den USA führt.

Ich unterstütze den Kauf-nix-Tag, um Sensibilität für die Schonung von natürlichen Ressourcen und für den Klimaschutz zu schaffen. In diesem Zusammenhang sei auf die Läden und Organisationen in unserer Region hingewiesen, die sich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung längst auf die Fahnen schreiben. So z. B. der Weltladen “Fairer Handel” in Heidenheim und der Weltladen in Aalen. Auch die Secondhand-Läden “Second Hand Zwei x Zwei AJO e.V.” und “Klamotte” in Aalen sowie “Hoppla”, “Fashion Dreams”, “House of Vintage” und der “Diakonie Laden” in Heidenheim sind zu empfehlen.”

Pressemitteilung: Grüne fordern Grundgesetzänderungen bei Bildung und bei Klima

Pressemitteilung: Grüne fordern Grundgesetzänderungen bei Bildung und bei Klima

Zur Forderung nach Grundgesetzänderungen in den Bereichen Bildung und Klima erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

Forderung nach Grundgesetzänderung bei Bildung:

“Die Bundesregierung möchte das Kooperationsverbot in der Bildung lockern, der Entwurf geht uns aber nicht weit genug. Die Investitionen in Gebäude und technischer Ausstattung müssen einhergehen mit Investitionen in die Köpfe junger Leute. Denn im Zentrum steht der einzelne Mensch mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Wir brauchen leistungsstarke Bildungsinstitutionen, in denen kein Kind zurück gelassen wird. Das Grundgesetz muss die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ermöglichen, nicht verhindern.“

 

Forderung nach Grundgesetzänderung bei Klimaschutz:

„Die Klimafrage brennt, wir stehen vor einer globalen Heißzeit, wenn wir nicht endlich konsequent gegensteuern. Wir fordern daher, dass der Klimaschutz im Grundgesetz verankert wird. Damit Klimaschutz nicht von der Lust und Laune einer einzelnen Bundesregierung abhängt, brauchen wir eine Handlungsverpflichtung zur Umsetzung der Pariser Klimaziele.“

Weltflüchtlingstag

Weltflüchtlingstag

Über 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht!
Ursachen sind Kriege, Konflikte und ökologische Katastrophen.
An diese Ursachen heran zu gehen, ist unser humanitärer Auftrag! Mit Entwicklungszusammenarbeit, ziviler Krisenbearbeitung und -prävention und mit wirksamen Maßnahmen zum Klimaschutz.
“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!”