Zeitgemäßer Kinder- und Jugendmedienschutz
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Zeitgemäßer Kinder- und Jugendmedienschutz

Auf Anfrage der WELT AM SONNTAG äußerte ich mich als bildungs- und medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, zum Jugendmedienschutz wie folgt:

“Es braucht endlich einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienschutz und eine Präventionsstrategie, um die digitale Welt für Kinder und Jugendliche sicher zu gestalten. Neben einem effektiven Schutz vor gefährdenden Inhalten müssen Kinder und Jugendliche befähigt werden, sich kritisch und kompetent im Digitalen zu bewegen. Weiter lesen

Krieg ist kein Computerspiel
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Krieg ist kein Computerspiel

Auf der Gamescom sucht die Bundeswehr Soldaten für morgen. Für sie und andere Armeen sind junge Hobby-Zocker eine wertvolle Zielgruppe für den digitalen Nachwuchs. Doch schon heute verschwimmen manchmal die Unterschiede zwischen echten Einsätzen und Computerspiel-Kämpfen.

Margit Stumpp, kritisiert als bildungs- und medienpolitische Sprecherin diese Art der Personalwerbung:

“Seit Jahren kritisiere ich die Werbekampagnen der Bundeswehr, nicht zuletzt auf Grund eines Anschreibens an meinen – damals noch minderjährigen – Sohn. Die Bundeswehr scheint nicht zwischen virtuellem Töten und echtem Krieg unterscheiden zu können –  vor dem Hintergrund drohnengestützter Kriegsführung fatal. Ein Vorwurf, den die Gamesbranche selber nur zu oft zu hören bekommt. Mit den Vokabeln und Motiven aus der Gamesbranche bagatellisiert die Bundeswehr die realen Gefahren des Krieges.

Soldat ist kein Beruf wie jeder andere. Realer Krieg ist kein Spiele-Erlebnis. Videos der Nachwuchswerbung dürfen nicht wie Actionfilme wirken. Mit dem so geworbenen Nachwuchs werden sich die Probleme der Bundeswehr nicht lösen lassen.

Für die Bundeswehr müssen die gleichen Regeln des Jugendmedienschutzes auf der Messe gelten, wie für alle anderen Aussteller auch.”

Über die Nachwuchswerbung der Bundeswehr auf der gamescom hat zunächst der Tagesspiegel Background berichtet.

Veröffentlichung des Jahresberichts 2018 der eco-Beschwerdestelle
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Veröffentlichung des Jahresberichts 2018 der eco-Beschwerdestelle

Zur heutigen Veröffentlichung des Jahresberichts 2018 der eco-Beschwerdestelle erklären Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik und Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Anstrengungen der Internetwirtschaft zur Bekämpfung von Kinderpornografie, Hassrede und anderen rechtswidrigen Inhalten im Netz sind zu begrüßen. Vor allem die zunehmende Kooperation mit den Medienregulierungsbehörden der Länder und den Strafverfolgungsbehörden ist ein Schritt nach vorne. Es gibt aber noch vieles zu verbessern: Besonders notwendig ist die Zusammenführung der verschiedenen Statistiken über Beschwerden der Inhalteanbieter und der Beschwerdestellen. Zur besseren Vergleichbarkeit muss der Gesetzgeber – bestenfalls mit einer Änderung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes –  Kriterien definieren, nach denen die Transparenzberichte erstellt werden. Weil sich im letzten Jahr 87 Prozent der gemeldeten Inhalte auf ausländischen Servern befanden, braucht es außerdem eine internationale Rechtsharmonisierung der Straftatbestände.”