Trotz Digitalpakts bedarf es bessere Ausstattung und mehr Personal an Schulen
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Trotz Digitalpakts bedarf es bessere Ausstattung und mehr Personal an Schulen

In dieser Woche debattiert der Deutsche Bundestag den Haushaltsentwurf für 2020, am Donnerstag den Bildungsetat. Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete für den Wahlkreis Aalen/Heidenheim: 

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Berufliche Bildung im Bundestag
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Berufliche Bildung im Bundestag

Anlässlich der Debatte im Bundestag zur beruflichen Bildung in der digitalen Arbeitswelt am 07.11.2019 im Plenum des Bundestages erklärt Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion und Mitglied der Projektgruppe 3  „Anforderungen an berufsbildende Schulen“ der Enquete-Kommission Beruflicher Bildung in der digitalen Arbeitswelt:

“Die Enquete-Kommission Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt agiert – trotz guter interfraktioneller Zusammenarbeit – mutlos, wenn es darum geht, berufliche Schulen neu zu denken und Ideen abseits ausgetretener Pfade zu entwickeln. Doch die Arbeitswelt und mit ihr die Aus- und Weiterbildung stehen vor großen Herausforderungen; vor allem durch und mit der Digitalisierung. Deren Potenziale sind immens und müssen umgehend flächendeckend auch in den beruflichen Schulen genutzt werden. Der Enquete-Zwischenbericht “Anforderungen an berufsbildende Schulen” in der digitalen Arbeitswelt zeigt deutlich, dass die beruflichen Schulen weitergedacht werden müssen, im Bereich der Digitalisierung oder auch der Lehrkräfteausbildung. Berufliche Schulen werden noch stärker gebraucht als Kooperationspartner für das lebensbegleitende Lernen vor Ort. Die Enquete-Kommission wird ihrem Auftrag leider nicht gerecht, Handlungsempfehlungen für eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt zu entwickeln. Weiter lesen

Erstunterzeichnerin der Charta Digitale Bildung

Erstunterzeichnerin der Charta Digitale Bildung

Die Gesellschaft für Informatik hat eine Charta Digitale Bildung erarbeitet, die ich als Erstunterzeichnerin gerne unterstütze. Die Charta bringt mit ihren drei Grundsätzen das Bildungsverständnis in einer digitalen Welt zum Ausdruck , das zum Ziel hat, Urteilsfähigkeit, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Gestaltungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teilhabechancen am Gesellschafts- und Arbeitsleben der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Als Erstunterzeichnerin erkläre ich:

“Ich unterstütze die Charta Digitale Bildung, weil sie mit ihren drei Grundsätzen ein angemessen umfängliches Verständnis digitaler Bildung zum Ausdruck kommt. Wir alle – und somit auch Schülerinnen und Schüler – können die rasanten Entwicklungen unsere digitalen Welt nur verstehen und gestalten, wenn wir wissen, wie Anwendungen funktionieren, wie diese wirken und wie diese individuell zu nutzen sind.”

Weiter Informationen gibt es unter charta-digitale-bildung.de und #chartadigitalebildung.

Offene Bildung für eine digitale Gesellschaft

Offene Bildung für eine digitale Gesellschaft

In der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause diskutierte ich mit Kolleg*innen und Expert*innen über “Offene Bildung für eine digitale Gesellschaft!”. Gastgeber war das Forum das Bündnis Freie Bildung (https://buendnis-freie-bildung.de/), das das zweitägige Forum Open Education (https://education.forum-open.de/) veranstaltetet, dessen Abschluss die Podiumsdiskussion bildete. Zentrale Frage war, wie bisherige Impulse und Gelerntes aus vergangenen Initiativen im Bereich der Offenen Bildung in eine Strategie einfließen können, die Bildung in einer digitalen Gesellschaft gelingen lässt.  Daneben ging es um Fragen wie

– Inwiefern können bildungspolitische Vorhaben, wie der Digitalpakt Schule, Herausforderungen von Bildung in einer digitalen Gesellschaft begegnen

– Wie sollte Bildung in einer digitalen Gesellschaft aussehen und welche Rolle spielt offene Bildung dabei?

– Inwieweit passen die aktuellen Vorhaben mit der im Koalitionsvertrag skizzierten “umfassenden Open-Educational-Resources Strategie” zusammen?

– Was braucht es, die versprochene Open-Educational-Resources Strategie in die Praxis umzusetzen?

Wer noch mehr erfahren möchte, findet das komplette 90minütige Video HIER (https://media.ccc.de/v/forumoe19-1-parlamentarischer_abend#t=0)

Presseschau: Meine Antworten in der “Deutsche Kinderhilfe spezial”
Quelle: www.kinderversteher.de

Presseschau: Meine Antworten in der “Deutsche Kinderhilfe spezial”

Die Deutsche Kinderhilfe hat eine Sonderpublikation veröffentlicht mit dem Titel “Bildung ist MEHR wert! Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland”. Im Kapitel “Bildungspolitische Herausforderungen” wollte die Kinderhilfe von den bildungspolitischen Sprecherinnen unter anderem wissen,

  • was die Fraktionen gegen Bildungsarmut und Analphabetismus tun wollen,
  • wie unsere Position zum Bildungsföderalismus ist,
  • welche Maßnahmen wir für eine gelungene digitale Bildung vorsehen und wie wir den Digitalpakt Schule bewerten und
  • wie Inklusion in der Schule verbessert werden könnte.

Die Antworten sind ab Seite 69 im Kinderhilfe spezial “Bildung ist MEHR wert!” zu finden.

Presseschau: SWR-Interview zur Föderalismusdebatte
Quelle: www.swr.de

Presseschau: SWR-Interview zur Föderalismusdebatte

Nach den vom Bundestag in der letzten Woche verabschiedeten Grundgesetzänderungen ist eine Debatte um den Föderalismus in der Bildung und die Bildungshoheit der Länder entbrannt. Die Grundgesetzänderungen ermöglichen, dass der Bund endlich die mit dem Digitalpakt vor zweieinhalb Jahren angekündigten 5 Milliarden Euro an die Länder auszahlen kann. Diese Gelder müssen zweckgebunden für die Digitalisierung ausgegeben werden. Dazu gehören z. B. Breitbandanschlüsse, IT-Fachkräfte, Systemadministrator*innen und Cloud-Server. Baden-Württemberg würden demnach bis zu 650 Millionen Euro für seine Schulen zugute kommen. Über die Grundgesetzänderungen muss nach dem Bundestag noch der Bundesrat abstimmen. Sie werden angenommen, wenn wie im Bundestag auch im Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit dafür stimmt. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben schon ihr Nein zu den Gesetzesänderungen angekündigt.

In der Sendung SWR-Aktuell habe ich ein Interview zu der aktuellen Föderalismusdebatte gegeben:

Pressestatement: Dorothee Bär stellt Kooperationsverbot in Frage

Pressestatement: Dorothee Bär stellt Kooperationsverbot in Frage

Zu den Äußerungen von Dorothee Bär zu digitaler Bildung erkläre ich als  Sprecherin für Bildungspolitik:

“Mich freut es sehr, dass die Staatsministerin Bär unsere Forderung nach einer Aufhebung des Kooperationsverbotes unterstützt. Leider ist es gerade ihre Fraktion, die sich zum Teil vehement dagegen wehrt. Noch läuft das Gesetzgebungsverfahren und ich freue mich über Überzeugungsarbeit von Frau Bär in ihren eigenen Reihen.

Nur leider ist die Umsetzung von digitalisiertem Unterricht nicht ganz so einfach, wie sich das Schnellschuss-Bär vorstellt. Nur mit einer einmaligen Geldspritze und einem Fach Digitalkunde ist es eben nicht getan. Statt sich auf die Geräte zu fixieren, brauchen wir didaktisch-methodische Unterrichtskonzepte. Statt einem Fach Digitalkunde oder Informatik brauchen wir einen ganzheitlicheren Ansatz, der digitale Fähigkeiten und ein Verständnis von den Möglichkeiten als Querschnitt in vielen Fächern thematisiert und fördert. Gerade in den ersten Schuljahren muss es in erster Linie um die Freude am Problemlösen auch von technischen Aufgaben gehen. Und in einem zweiten Schritt brauchen wir eine differenzierte Medienbildung, die zu einem kritischen und kompetenten Umgang befähigt, was neben den Kindern auch die Eltern und Lehrer*innen mit einbezieht.”

Frankfurter Rundschau: Mein Gastbeitrag zu digitaler Bildung
Quelle: Screenshot von FR.de

Frankfurter Rundschau: Mein Gastbeitrag zu digitaler Bildung

Die Zukunft wartet nicht. Digitale Medien sind weder gut noch schlecht. Man muss sie richtig einsetzen – auch in Schulen. Dafür fehlt ein Konzept.

Das ist die die These meines Gastbeitrages in der Frankfurter Rundschau:

Dass Kinder in einer medienfreien Welt aufwachsen können, ist genauso eine Illusion wie der Glaube, dass digitale Medien Wundermittel seien. Wie jedes andere Werkzeug sind auch digitale Medien weder per se gut noch schlecht. Neben der passenden Infrastruktur an Schulen sind fachdidaktische Konzepte notwendig. Die zentralen Fragen lauten: Welche Kompetenzen müssen junge Menschen erlernen, um sich in einer rasant veränderten Wirklichkeit zurechtzufinden und den digitalen Wandel nachvollziehen und vielleicht noch wichtiger, selbst gestalten zu können? Und: Welche Voraussetzungen müssen eigentlich erfüllt sein, damit Lehrkräfte diese Fertigkeiten kompetent vermitteln können?

Beide Antworten bleibt Bildungsministerin Anja Karliczek schuldig. Was die Bundesregierung in Sachen digitaler Bildung derzeit macht, ist katastrophal. Am Digitalpakt Schule zeigt sich eindrucksvoll, wie mangelnder Gestaltungswille und politische Orientierungslosigkeit dazu führen, dass eine der wichtigsten Aufgaben der Bildungspolitik in den Sand gesetzt wird. Denn während unsere Nachbarn in Skandinavien und dem Baltikum seit Jahren die Schule der Zukunft gestalten, verliert sich die Bundesrepublik nach wie vor im föderalen Hickhack und verpasst den Anschluss.

Für den Bildungsstandort Deutschland ist das fatal. Den häufig klammen Kommunen fehlt seit Jahren jede Planungssicherheit. Sie wissen weder, ob und wann die versprochenen Mittel des Bundes ankommen, noch, was gefördert werden soll; Investitionen bleiben aus, die Zeche zahlen am Ende Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Der vollständige Beitrag ist zu finden unter FR.de.