Pressestatement zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags
Lizenz: CC 0 (Pixabay)

Pressestatement zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags

Zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es wird höchste Zeit, dass der Bundestag ernsthaft darüber nachdenkt, in den relevanten sozialen Medien mit offiziellen Kanälen präsent zu sein. Eine politisch neutral besetzte Redaktion wäre dabei Grundvoraussetzung, um Staatsferne zu garantieren. Eine reaktionsschnelle Redaktion könnte helfen, Desinformation vorzubeugen und ansprechend über die Parlamentsarbeit zu informieren. Zuvor müssen jedoch die rechtlichen Zweifel darüber ausgeräumt werden, ob Fanseiten-Betreiber auf Facebook mitverantwortlich für Datenschutzverstöße gemacht werden können. Bekanntlich liegt dem Landgericht Hamburg eine Klage unserer Bundestagsfraktion gegen Facebook auf dem Tisch. Das Unternehmen muss offenlegen, welche Daten erhoben und zu welchen Zwecken sie gespeichert werden.”

Statement zur Debatte um die Berufung des Bloggers ‘Don Alphonso’ in die Jury des “Medienpreises Parlament”
Quelle: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Statement zur Debatte um die Berufung des Bloggers ‘Don Alphonso’ in die Jury des “Medienpreises Parlament”

Zur Debatte um die Berufung des Bloggers ‘Don Alphonso’ in die Jury des “Medienpreises Parlament” erklärt Margit Stumpp, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass die Jury des “Medienpreises Parlament” durch die Berufung eines Bloggers bzw. einer Bloggerin der zunehmenden Diversität der Medien Rechnung tragen will. Ob der populistisch und bisweilen extrem auftretende Blogger ‘Don Alphonso’ dafür der angemessene Repräsentant ist, darüber ließe sich trefflich streiten. Ob sich die Blogger-Szene selbst so vertreten sehen will? Fraglich. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält ihn offenbar für repräsentativ und der Bundestagspräsident ist diesem Berufungsvorschlag gefolgt. Das eigentlich Interessante, die Begründung für diese Besetzung, bleibt im Dunkeln. Schade. Wer Meinungs- und Pressefreiheit ernst nimmt, muss aber auch Stimmen ertragen, die die eigene Weltsicht nicht teilen. So gesehen trägt diese Jury-Berufung der Lage vor allem in den Internet-Medien, wo die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Diffamierung häufig und meist ohne Rechtsfolgen überschritten wird, durchaus Rechnung. Zu vermuten ist, dass sich die Diskussionen in der Jury verändern werden. Ich vertraue darauf, dass die übrigen Mitglieder, allesamt erfahrene Journalistinnen und Journalisten, damit umgehen können, gehören kontroverse Diskussionen doch zum journalistischen Alltag und am Ende entscheiden Mehrheiten. Daher kann man diesen Entscheidungen gelassen entgegen sehen.”

Pressestatement: UN-Sonderbeauftragte*r für den Schutz von Journalist*innen?

Pressestatement: UN-Sonderbeauftragte*r für den Schutz von Journalist*innen?

Die Bundesregierung tut viel zu wenig für den Schutz von Journalist*innen. In einem Offenen Brief habe ich zusammen mit Doris Achelwilm, Margarete Bause und Frithjof Schmidt unseren Außenminister Heiko Maas dazu aufgefordert, sich im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York öffentlich für die Einsetzung eines UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalist*innen auszusprechen. Das hat unser Außenminister leider versäumt. Nun, drei Wochen später, haben wir auch ein Antwortschreiben von Herrn Maas erhalten, in dem leider nicht mehr als warme Worte stehen.

Zum Antwortschreiben des Bundesaußenministers erkläre ich als medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Antwort von Heiko Maas drei Wochen nach unserem Appell ist ernüchternd. Der Außenminister hat sich bei der UN-Generalversammlung in New York vor zwei Wochen nicht öffentlich zur Einsetzung eines/einer Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalist*innen bekannt. Nun bestätigt er in seiner Antwort an uns Abgeordnete lediglich, wie wichtig die Umsetzung des Vorhabens für den Schutz von Journalist*innen sei und bezieht sich auf eine Resolution des UN-Menschenrechtsrates von November 2017. Es ist völlig unverständlich, warum sich ausgerechnet der deutsche Außenminister so schwer damit tut, sich auch öffentlich für eine*n Sonderbeauftragte*n einzusetzen. Sein Einsatz würde dem Vorhaben den so wichtigen Auftrieb verleihen, den es benötigt. Damit ignoriert die Bundesregierung weiterhin den interfraktionellen Beschluss des Parlaments, der die Regierung zu stärkeren Bemühungen um eine*n solche*n Sonderbeauftragte*n verpflichtet. Mittlerweile werden Regierungsvertreter in den Sitzungen der Bundestagsgremien sogar schon von den eigenen Abgeordneten der Koalitionsfraktionen zum Stand der Umsetzung des Beschlusses befragt. Herr Maas und die Bundesregierung werden in dieser Causa immer unglaubhafter. Während sich in Frankreich sogar der Präsident öffentlich für die Sache einsetzt, gibt es von der Bundesregierung nur warme Worte für die Abgeordneten.”

HIER geht es zum Artikel des Tagesspiegels über die Veröffentlichung des Offenen Briefes von vor drei Wochen.

Auch über die Antwort des Außenministers berichtet der Tagesspiegel heute.

Bild-Lizenz: CC BY 2.0 (G20 Argentina)

Infomobil des Bundestags in Heidenheim

Infomobil des Bundestags in Heidenheim

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments näher zu bringen, ist das Infomobil des Deutschen Bundestags bundesweit unterwegs. Für den Wahlkreis „Aalen – Heidenheim“ ist es vom 23. bis zum 25. August in Heidenheim auf dem Eugen-Jaekle-Platz zu Gast.

Margit Stumpp wird am 24. August um 11 Uhr vor Ort sein und kommt dort gerne mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Nutzen Sie die Möglichkeit, die Arbeit des Bundestags kennenzulernen. Es gibt eine Vielzahl von Informationsmaterialen zur kostenlosen Mitnahme. Gruppen können sich für Vorträge anmelden. Das Infomobil verfügt über eine überdachte Bühne, einen Großbildschirm für die Vorführung von Filmen sowie Online-Zugänge u. a. zu den Seiten des Bundestags.

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Referat Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestags: Frau Labrenz, monika.labrenz@bundestag.de.

Weitere Ziele des Infomobils erfahren Sie unter: http://www.bundestag.de/besuche/ausstellungen/bundestagunterwegs/infomobil.

Bild-Lizenz: Copyright Deutscher Bundestag/ Jörg F. Müller