Meine Rede zu Demokratiebildung im Bundestag
Quelle: Bundestag.de

Meine Rede zu Demokratiebildung im Bundestag

Am Freitag Nachmittag, den 27 September 2019 hat der Bundestag auf Antrag der Grünen drei Anträge zur Stärkung der politischen Partizipation diskutiert. Nach der ersten Aussprache wurden diese zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen.

Die Klimaproteste sind ein guter Anlass, die Schwerpunkte der Bildungspolitik kritisch zu hinterfragen. Auch Schule muss demokratisiert werden, weil dies der Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen und der sie prägt. Politische Bildung sollte im Schulalltag eine stärkere Rolle spielen, damit Demokratiebildung zentraler Grundpfeiler des Bildungsauftrags wird. Dazu gehört auch die Demokratisierung der Institution Schule:  Sie muss Mitsprache ermöglichen und Selbstwirksamkeit fördern. Dafür braucht es Schüler*innen Zeit, Raum und echte Entscheidungskompetenz.

Mein Beitrag zur Plenumsdebatte in Gänze:

Pressestatement zu Demokratievermittlung an Schulen

Pressestatement zu Demokratievermittlung an Schulen

Heute wurde eine Studie veröffentlicht, wonach Demokratielernen in vielen Schulen eine nur untergeordnete Rolle spielt. Befragt wurden Lehrerinnen und Lehrern nach ihrer Rolle in der Demokratievermittlung. Als Sprecherin für Bildungspolitik erkläre ich hierzu:

„Die aktuelle Studie zeigt eindrücklich, dass bei der Demokratiebildung an unseren Schulen noch Luft nach oben ist. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spaltung, aggressiver und verletzender Debatten und hate speech ist es dringend erforderlich, den Stellenwert der Demokratiebildung zu erhöhen. Geeignete Maßnahmen dafür wären, den Politikunterricht zu stärken, Lehrkräfte in ihrer Aus- und Weiterbildung dafür zu sensibilisieren oder Partizipationsmöglichkeiten für Lehrer*innen und Schüler*innen zu schaffen, um Selbstwirksamkeit in der Schule erlebbar zu machen.“