Zur gemeinsamen Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule der Kultusministerkonferenz am 11.06.2021 habe ich mich wie folgt gegenüber der Presse geäußert:

„Ich begrüße es sehr, dass sich die Kultusministerkonferenz heute klar gegen Antisemitismus ausgesprochen hat. Die Schulen sind ein zentraler Ort, um Vorurteilen zu begegnen und Antisemitismus im Keim zu ersticken. Ich hoffe sehr, dass sich die Kultusminister*innen dieser Aufgabe nun zügig und umfassend annehmen.

Als vor wenigen Wochen die Gewalt im Nahen Osten erneut ausbrach, bekamen wir auch auf den Straßen hierzulande wieder deutlich vor Augen geführt, wie breit und tief der Antisemitismus in der Gesellschaft verankert ist. Der Kampf dagegen fordert alle demokratischen Kräfte.

Mit einem gemeinsamen Besuch der Synagoge Oberdorf am 5. Juli wollen Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestages, und ich darauf aufmerksam machen, wie verheerend und andauernd die Folgen des Antisemitismus sind. So gibt es in unserer Region zwar noch Zeugnisse jüdischen Lebens, aber seit der Vernichtung und Vertreibung durch den NS-Terror fehlt mancherorts unserer Gesellschaft die jüdische Facette und das Wissen um jüdische Kultur und Lebensweise. Das erhöht die Gefahr, Mythen und Vorurteilen zu erliegen.“