Pressestatement zur Vertagung des Prozesses gegen Erol Önderoglu
Lizenz: CC BY-NC-ND (Margit Stumpp MdB)

Pressestatement zur Vertagung des Prozesses gegen Erol Önderoglu

Zur Vertagung des Prozesses der türkischen Justiz gegen Erol Önderoğlu und weitere angeklagte Menschenrechtsverteidiger auf den 15. April erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik:

“Der Prozess gegen den türkischen Korrespondenten von Reporter ohne Grenzen ist politisch motiviert und wird nicht nach rechtsstaatlichen Maßstäben geführt. Wenn die Angeklagten weder wissen, welches Vergehen ihnen genau vorgeworfen wird, noch welches Strafmaß sie zu erwarten haben, dient dieser Prozess – wie so viele andere Prozesse – allein der Einschüchterung. Regierungskritische Stimmen sollen weiter verängstigt und mundtot gemacht werden. Politik, Medien und Zivilgesellschaft außerhalb der Türkei sind aufgefordert, ganz genau hinzusehen. Auf politischer Ebene muss die internationale Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung angesichts der gezielten Verfolgung Andersdenkender stärker als bisher in Frage gestellt werden. Die Häufung der Fälle zeigt auch: Es muss endlich eine UN-Sonderbeauftragte zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten eingesetzt werden, um die Einhaltung geltender Gesetze zum Schutz von Medienschaffenden zu kontrollieren. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, sich dafür nachdrücklich einzusetzen.”

Pressestatement: Zerschlagung von DuMont verschärft Misere der deutschen Presselandschaft
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Pressestatement: Zerschlagung von DuMont verschärft Misere der deutschen Presselandschaft

Zu den Plänen von DuMont, sich von allen Regionalzeitungen zu trennen, erklärt Margit Stumpp, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Pläne zur Zerschlagung von DuMont verschärfen die Misere der deutschen Presselandschaft. Der Medienstandort Deutschland büßt weiter an Medienvielfalt ein. Wenn weder Betriebsräte noch Gewerkschaften über die Pläne informiert wurden, ist das ein unredliches Verhalten der Verantwortlichen gegenüber ihren Mitarbeiter*innen. Ein solches Vorgehen war von einem solch traditionsreichen Medienunternehmen nicht zu erwarten. DuMont beschädigt mit diesem Vorgehen seinen Ruf in der Medienwelt.”

Darüber berichtet die taz.

Pressestatement: Mit Digitalpakt auch Personal finanzieren

Pressestatement: Mit Digitalpakt auch Personal finanzieren

In der vergangenen Woche hat der Bundestag mit großer Mehrheit das Ergebnis des Vermittlungsausschusses verabschiedet. Somit braucht es jetzt nur noch die Zustimmung des Bundesrates, damit das Grundgesetz geändert und der Digitalpakt Schule endlich umgesetzt werden kann. Wir Grüne haben im Vermittlungsausschuss erreicht, dass der Bund neben der Infrastruktur und den Endgeräten endlich auch Personal finanzieren darf. Dieser Punkt muss nun unbedingt noch explizit in die Bund-Länder-Vereinbarungen zur Umsetzung des Digitalpakts aufgenommen werden. Da die Bundesbildungsministerin und der Hamburgische Bildungssenator das anders einschätzen, erkläre ich gegenüber der Presse:

“Der Konsens zur Grundgesetzänderung, wie der Bundestag ihn beschlossen hat, macht endlich den Weg frei für den Digitalpakt. Der zentrale grüne Verhandlungserfolg ist die mögliche Finanzierung von Personal, also z. B. für Netzwerkadministrator*innen, IT-Fachkräfte oder auch die Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften. Diese Chance muss unbedingt genutzt werden. Dafür müssen die unterschriftsreifen Bund-Länder-Vereinbarungen zum Digitalpakt explizit um die Personalfinanzierung ergänzt werden, damit die Digitalpakt-Milliarden zum echten Mehrwert für die Schulen werden.”

Darüber berichtet hat beispielsweise die Märkische Oderzeitung.

Terminhinweis: Dialogzeit mit Margit Stumpp
Copyright: Margit Stumpp MdB/Foto: Stefan Kaminski

Terminhinweis: Dialogzeit mit Margit Stumpp

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Dialogzeit mit Margit Stumpp, MdB am Mittwoch, 27. Februar 2019, von 10.30 bis 11.30 Uhr eingeladen. Die Dialogzeit findet im Aalener Wahlkreisbüro (Umwelthaus, Gmünder Str. 9, vierter Stock) statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Die Dialogzeiten mit Margit Stumpp finden immer abwechselnd in ihren Wahlkreisbüros in Aalen (c/o Umwelthaus Aalen, Gmünder Str. 9, 73430 Aalen) und in Heidenheim (Schnaitheimer Str. 40, 89520 Heidenheim an der Brenz) statt. Die genauen Dialogzeiten sind rechtzeitig vorher auf der Webseite von Frau Stumpp ersichtlich: https://margit-stumpp.de/kontakt/.

Frau Stumpp freut sich auf den Besuch interessierter Bürgerinnen und Bürger. Anliegen können gerne auch vorab per E-Mail an margit.stumpp.ma05@bundestag.de gesendet werden.

Pressestatement zum Schülerstreik – fridays for future

Pressestatement zum Schülerstreik – fridays for future

Regelmäßig am Freitag gehen Schülerinnen und Schüler auf die Straße um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Greta Thunberg, eine schwedische Klimaaktivistin, hat diese “fridays for future”-Bewegung ins Lebens gerufen, an der sich weltweit immer mehr Schüler*innen beteiligen. Dazu erkläre ich gegenüber der Presse:

“Ich freue mich über die engagierten Schülerinnen und Schüler, die freitags so leidenschaftlich für mehr Anstrengungen gegen den Klimawandel demonstriert haben und es weiter tun. Die politische Willensbildung und -artikulation ist zentrales Anliegen des Bildungsauftrags. Es ist erfreulich, dass das Engagement der Schüler*innen von den Lehrkräften und Schulleitungen als legitimes Anliegen von mündigen Demokrat*innen pädagogisch angenommen wird. Im Zuge dessen wird das als Praxisbeispiel für Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) genutzt. So kann Schule nah am Leben sein. Und das Vorurteil der unpolitischen Jugend wird so ganz nebenbei auch noch widerlegt.”

Pressestatement zum Digitalpakt

Pressestatement zum Digitalpakt

Es ist geschafft. Nach langem Ringen und dem Anrufen des Vermittlungsausschlusses haben sich Bund und Länder gestern Abend auf einen Kompromiss geeinigt. Der Bundestag stimmt noch heute darüber ab. Damit wird endlich der Weg frei für den Digitalpakt, der unsere Schulen aus der Kreidezeit führen kann. Gegenüber der Presse habe ich dazu erklärt:

“Es ist eine gute Nachricht für die Schulen, dass mit der vereinbarten Grundgesetzänderung der Digitalpakt nun endlich kommen kann. Besonders die Möglichkeiten zur Finanzierung von Personal ist uns wichtig. Damit können multiprofessionelle Teams an den Schulen endlich Normalität werden. Es braucht für Schulen in der digitalen Welt unbedingt auch IT-Expert*innen, die sich um die technische Infrastruktur und die Endgeräte kümmern.

Sobald der Bundesrat zugestimmt hat, ist die Regierung gefordert, dass die Mittel aus dem Digitalpakt auch rasch freigegeben werden und schnell an den Schulen ankommen.  Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern haben lange genug gewartet.

Das Kooperationsverbot wurde leicht aufgebrochen. Dies ist ein erster Schritt hin zu einem modernen Bildungsföderalismus, mit dem Bund Länder und Kommunen gemeinsam für beste Bildung und Chancengerechtigkeit sorgen.”

 

Bei der heutigen Abstimmung im Bundestag zeigte sich die AfD wiederholt ahnungslos von den Vorgängen und Regularien des Bundestags und des Vermittlungsausschusses. Britta Haßelmann, unsere Parlamentarische Geschäftsführerin, hielt daraufhin ein leidenschaftliche Gegenrede und klärte die vermeintliche Alternative auf:

Pressestatement zum Beschluss des Petitionsausschusses zum schnellen Internet
Lizenz: Bambizoe CC0 (Flickr)

Pressestatement zum Beschluss des Petitionsausschusses zum schnellen Internet

Zum Beschluss des Petitionsausschusses zum schnellen Internet erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik und Expertin für digitale Infrastruktur der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Petition zeigt, dass die Große Koalition unterschätzt hat, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern ein ordentlicher Internetzugang heutzutage ist. Die Bundesregierung hat bisher jedoch versäumt, einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet zu schaffen und kommt damit der modernen Daseinsvorsorge nicht nach. Wir haben schon vor Monaten konkrete Vorschläge zur Schaffung eines Rechtsanspruchs auf schnelles Internet gemacht. Netzbetreiber mit mindestens 4 Prozent Gesamtumsatz auf dem sachlich relevanten Markt könnten per Umlagefinanzierung den notwendigen Breitband-Universaldienst finanzieren. Davon würden dann endlich auch Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen oder kleinere und mittlere Unternehmen profitieren. Nun hat das Bundesverkehrsministerium ein Jahr Zeit, sich zur Petition zu verhalten. Der Ball liegt bei Minister Scheuer.”

Verlängerung der LEA Ellwangen ist eine wichtige Entscheidung
Quelle: Regierungspräsidium Stuttgart

Verlängerung der LEA Ellwangen ist eine wichtige Entscheidung

Das zähe Ringen um eine Verlängerung der LEA in Ellwangen hat zu einem überraschend deutlichen Votum für den Erhalt der LEA geführt. Es wäre auch eine vertane Chance für Ellwangen gewesen, solch eine gut funktionierende Einrichtung aufzugeben. Das „Ja“ des Gemeinderats war eine mutige und wichtige Entscheidung für die Zukunft der Stadt und darüber hinaus.

Ich möchte mich bei allen Gemeinderät*innen für ihr zukunftsorientiertes Handeln bedanken. Durch die nun festgeschriebenen Zahlen hat Ellwangen Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Die Geflüchteten können sich weiterhin auf die bewährten Strukturen in Ellwangen verlassen, und auch das Team aus Mitarbeiter*innen und den vielen Ehrenamtlichen profitieren von dem geplanten Kompromiss. Das LEA-Privileg strahlt in den gesamten Kreis aus und zusätzlich ermöglicht die Vertragsverlängerung die Umsetzung der Gesundheitsakademie in Ellwangen. So wird zukünftig die Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Pflegeberufen gebündelt in Ellwangen stattfinden.

Statement: Bayern profitiert überdurchschnittlich von Breitbandförderung des Bundes
Lizenz: CC 0 (Pixabay)

Statement: Bayern profitiert überdurchschnittlich von Breitbandförderung des Bundes

Zur überdurchschnittlich starken Förderung von Breitbandprojekten in Bayern erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medien und digitale Infrastruktur:

“Die CSU missbraucht ihre politische Macht auf Bundesebene in unverantwortlicher Art und Weise. Für Ramsauer, Dobrindt, Schmidt und Scheuer als Bundesverkehrsminister galt und gilt: Bayern first – Deutschland danach. Bayern profitiert seit Jahren unverhältnismäßig stark von Fördermitteln aus dem Bundesverkehrsministerium. Im Breitbandbereich gingen von den insgesamt 2600 Förderbescheiden bisher sogar über die Hälfte an den Freistaat, überwiegend Projekte mit Beteiligung der staatsnahen Telekom. Das ist den Bürger*innen nicht zu vermitteln. Jetzt ist der Bundesrechnungshof gefordert, der bayerischen Klüngelei einen Riegel vorzuschieben.”

HIER (siehe S. 6, Antwort 11)  geht es zur Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage unserer Bundestagsfraktion.

Pressestatment zur Framing-Anleitung der ARD
Lizenz: CC BY-NC 4.0 (Margit Stumpp MdB)

Pressestatment zur Framing-Anleitung der ARD

Zur Debatte um die Framing-Anleitung der ARD erklärt Margit Stumpp MdB, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es ist das gute Recht der ARD, ein solches Gutachten in Auftrag zu geben. Jede professionelle Organisation lässt sich heute zur eigenen Kommunikation beraten. Den Wert der öffentlich-rechtlichen Medien positiv herauszustellen, ist vollkommen legitim und notwendig. Angesichts ihrer scharfen Kritiker hat die ARD die Pflicht, sich zu wehren. Von rechtsaußen hören wir nun wie gewöhnlich Lügen und Übertreibungen. Die, die sich für keine sprachliche Manipulation zu schade sind und gezielt abwertend framen, schwingen sich abermals zu Moralaposteln auf. Diese Doppelmoral ist durchschaubar geworden und zeigt die Einfältigkeit der Feinde von öffentlichen Werten. Ich möchte die ARD ermutigen, in Zukunft noch selbstbewusster und bestimmter aufzutreten. Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger schätzt ihren gemeinsamen Rundfunk.”