Margit Stumpp (MdB) zu Besuch bei BM Hofer in Essingen

Margit Stumpp (MdB) zu Besuch bei BM Hofer in Essingen

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Gemeindebesuche traf sich die Grüne Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp mit Bürgermeister Wolfgang Hofer zum Austausch im Rathaus Essingen.

Themen waren natürlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gemeindeleben. BM Hofer zeigte sich sehr zufrieden damit, wie vor allem die Schule mit den widrigen Bedingungen zurecht kommt. Die frühzeitige Digitalisierung, die in Essingen schon vor Jahren im Zuge der Schulsanierung angegangen wurde und das Konzept der Gemeinschaftsschulen hätten sich äußerst vorteilhaft ausgewirkt.

Weitere Themen waren die Gemeindefinanzen. BM Hofer und MdB Stumpp teilten die Sorge im Hinblick auf die Entwicklung der nächsten Jahre.

Auch die Themen Verkehrsinfrastruktur und Digitale Infrastruktur wurden intensiv beleuchtet. Als Sprecherin für Bildung und Medien und Expertin für Digitale Infrastruktur konnte Stumpp viele Wahrnehmungen Hofers bestätigen. Sie sicherte dem BM ihre Unterstützung für die Weiterentwicklung zu. Erfreut nahm sie auch zur Kenntnis, dass BM Hofer trotz mancher Widrigkeiten die Freude an seinem Amt nicht verloren hat und im März zur Wiederwahl antritt.

Aalen gewinnt Auszeichnung “Kliaaktive Kommune 2020”
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Aalen gewinnt Auszeichnung “Kliaaktive Kommune 2020”

Herzlichen Glückwunsch nach Aalen. Mit dieser Auszeichnung wird die Stadt Aalen für ihre wegweisende architektonische Vision geehrt. Gleichzeitig würdigt sie auch die Leistung des Architekturbüros Liebel aus Aalen, das mit seinem Entwurf und der Umsetzung Maßstäbe für klimagerechtes Bauen gesetzt hat.

Die Stadt Aalen zeigt einmal mehr ihre deutschlandweite Vorbildfunktion. Diese Auszeichnung sollte Motivation sein sowohl für alle Kommunen beim öffentlichen Städtebau, als auch für jeden privaten Bauherrn ressourcenschonende Bauweisen zu bevorzugen. Der mit relativ einfachen technischem Aufwand umgesetzte Fachklassentrakt für Biologie und Chemie mit einer Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung und einem integralen Klimakonzept vereint Architektur und Nachhaltigkeit und steht so exemplarisch für den neuen Städtebau.

Bildungspolitische Erwartungen an den Coronagipfel im Kanzleramt
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Bildungspolitische Erwartungen an den Coronagipfel im Kanzleramt

“Es hilft weder den Kindern in Schule und Kita noch dem pädagogischen Personal, wenn politisch fast mantra-artig das Offenhalten von Schulen- und Kitas gefordert wird, ohne aber die Voraussetzungen dafür zu schaffen, Kinder und pädagogisches Personal bestmöglich zu schützen. Das ist grob fahrlässig. Im ersten Lockdown wurde das Recht auf Bildung nicht gewährleistet. Daraus haben glücklicherweise alle Beteiligten gelernt. Deshalb müssen jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, Kitas und Schulen pandemiegerecht offenzuhalten, damit Bildungschancen nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Neben den AHA+L-Regeln zählen dazu hybride Unterrichtsformen, kleinere Lerngruppen, größere Räumlichkeiten und eben auch hochwirksame mobile Luftfilter. Der Lehrerverband hat erhoben, dass es rund 100.000 Klassenräume gibt, in denen nicht problemlos gelüftet werden kann. Teilweise sind Räume fensterlos, die Fenster zu klein oder lassen sich aufgrund von Schäden einfach nicht öffnen. Mittlerweile wissen wir, dass geeignete Luftfilter als Ergänzung zu den AHA+L Regeln die Aerosolkonzentration in Räumen wirksam reduzieren und damit das Infektionsgeschehen eindämmen.

Zwar haben einige Länder kürzlich eigene Programme aufgesetzt, aber diese decken bei weitem nicht den Bedarf ab. Der Bund darf sich in einer pandemischen Ausnahmesituation nicht hinter Zuständigkeitsdebatten verstecken, sondern muss alles tun, um Kinder und pädagogisches Personal besser zu schützen. Wir fordern daher ein Förderprogramm in Höhe von 500 Mio. Euro für mobile Luftfilteranlagen, damit vor allem solche Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zeitnah profitieren können, in denen sich Klassenräume nicht pandemiegerecht lüften lassen und wo Kommunen als Träger nur über geringe eigene finanziellen Spielräume verfügen. Der Schutz unserer Kinder darf nicht am fehlenden Geld scheitern.”

Margit Stumpp zu Besuch in Biberach
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Margit Stumpp zu Besuch in Biberach

Landtagskandidat Robert Wiest (B90 / DIE GRUENEN) durfte diese Woche die Grüne Sprecherin für Bildungs- und Medienpolitik sowie Expertin für digitale Infrastruktur MdB Margit Stumpp im Wahlkreis begrüßen. Auf dem Programm standen Besuche der Hochschule Biberach, der Mühlbachschule in Schemmerhofen und der Mittelbergschule in Biberach. Wiest und Stumpp interessierten sich unter anderem dafür, wie die Bildungseinrichtungen die Corona-Pandemie meistern und die Potenziale der Digitalisierung nutzen. Sie sprachen über die neuesten Forschungsprojekte der HBC sowie die Finanzierung von Schulen und Hochschule.

Als waschechte Oberschwäbin musste Stumpp nicht lange über die Schwerpunkte der HBC aufgeklärt werden. Sie wusste, dass die Bereiche Architektur und Bauingenieurwesen seit langem hervorragend in Forschung und Lehre durch die HBC abgedeckt werden. Besonders interessierte Stumpp natürlich die Digitalisierung im Bauwesen, bei der Rektor Prof. Dr. Bleicher und Kanzler Schwäble einige vorbildliche Projekte im virtual reality Bereich BIM präsentieren konnten. Wiest hakte zur Forschungsinitiative „urbanes Land“ sowie zum Klimaschutzkonzept der Hochschule nach. In der besagten Forschungsinitiative untersuchte die HBC am Beispiel Oberschwabens wie die wirtschaftliche Entwicklung flächenschonend geschehen und wie innovative Verkehrskonzepte Lärm- und Verkehrsbelastung reduzieren können. Auch vom Klimaschutzkonzept der HBC waren die Besucher angetan und lobten die Bestrebung der Hochschule, den Weg zur Klimaneutralität zu beschreiten. Der Student des Forstingenieurwesens Wiest konnte sich für die Bemühungen der HBC begeistern, mehr biogene Materialien wie Holz in den Bauprozess zu integrieren. Er begrüßte die Einrichtung der neuen Professur „Zirkulärwirtschaft/Bau-Bioökonomie sowie die enge Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Holz. Wiest sah eine hohe Übereinstimmung der aktuellen Forschungsschwerpunkten der HBC mit der grünen Zukunftsvision von einer nachhaltigen und klimaneutralen Wertschöpfung. Kanzler Schwäble freute sich über die verbesserte Finanzierung der baden-württembergischen Hochschulen durch Wissenschaftsministerin Bauer (Grüne), mahnte aber aufgrund stetig wachsender Aufgaben an, dass hier noch weitere Verbesserungen stattfinden müssten. Wiest, der die Hochschule als Motor der wirtschaftlichen Transformation hin zur grünen Wertschöpfung sieht, nimmt die Forderungen der Hochschule gerne auf und gibt sie an seine Regierungspartei weiter.

Auch Schulleiter Wolfgang Kirschner betonte beim Besuch der Mühlbachschule, die große Herausforderung, die die Pandemie darstelle, merkte aber zugleich an, dass seine Gemeinschaftsschule sich bereits früh auf den Weg der Digitalisierung gemacht habe und Medienkompetenz sowie hohe Eigeninitiative seit langem zu den Kernkompetenzen der Gemeinschaftsschule gehörten. Deshalb habe die Mühlbachschule wesentlich schneller als viele andere Schulen auf die neuen Bedingungen reagieren können. Bürgermeister Mario Glaser verwies auf die hohen Investitionen auch in digitale Ausstattung, die die Gemeinde als Schulträger bereits vor Corona getätigt habe. Zugleich kritisierte er, dass die Gemeinschaftsschulen im Land inzwischen stiefmütterlich von Kultusministerium und Landesregierung behandelt würden. Stumpp entgegnete, dass das schwarze Kultusministerium Zuschüsse des Bundes zur Digitalisierung der Schulen nicht abrufe. Landtagskandidat Wiest verwies darauf, dass es eine grüne Kernforderung an die CDU gewesen sei, beim Thema Bildung die Gemeinschaftsschulen zu akzeptieren und offiziell einen Schulfrieden zu schließen. Dass Ministerin Eisenmann nun die Arbeit der Gemeinschaftsschulen behindere wo sie nur könne und ihren ideologischen Feldzug gegen diese Schulart auf den Rücken von Schulkindern, Eltern und Lehrern ausbade, sei ein Skandal.

Beim Gespräch mit Gesamtelternbeirätin Kraus-Janik und dem geschäftsführenden Rektor der Biberacher Schulen Barthold in der Mittelbergschule zeigte sich ein ähnliches Bild von den Herausforderungen und Lösungen der Pandemie im Schulalltag. Beide bemängelten, dass Kultusministerin Eisenmann (CDU) während der Corona-Pandemie keine Hilfe bei der Umsetzung des digitalen Unterrichts geleistet habe. Zielführend wäre es gewesen, wenn das Land die digitalen Tools gestellt und die Schulen bei der Schulung von Lehrkräften und Schülern unterstützt hätte.

PM Einigung bei der Ganztagsbetreuung ist unabdingbar
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PM Einigung bei der Ganztagsbetreuung ist unabdingbar

Pressestatement von Sandra Detzer, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Margit Stumpp, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen/Heidenheim und bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die davon überzeugt sind, dass gute Bildung in konstruktiver Zusammenarbeit möglich ist:

Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung in der Grundschule ist richtig und wichtig. Es wurde viel Zeit verloren, weil erst die Union im Bund auf der Bremse stand und jetzt auch noch Frau Eisenmann auf dem Rücken der Kinder und deren Eltern einen rückwärtsgewandten Wahlkampf betreibt. Dass sie sich auf dem Holzweg befindet, sollte ihr spätestens jetzt klar sein, wo alle übrigen 15 Bundesländer der Vereinbarung zustimmen.

Wir brauchen endlich qualitativ hochwertige Ganztagsangebote als freiwilliges Angebot an Eltern und Kinder, um Chancengerechtigkeit zu realisieren. Nur wenn es gute Ganztagsschulen überhaupt in ausreichender Zahl gibt, können sich Eltern entscheiden zwischen eigener Betreuung zu Hause und der Ganztagsschule. Der Rechtanspruch ist ein erster wichtiger Schritt für den Ausbau, das Beispiel Kitas hat es vorgemacht. Die Grüne Fraktion im Bundestag hat ausformuliert, welche weiteren Schritte folgen müssen (vgl. Drucksache 19/22117 <https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/221/1922117.pdf> ): verlässliche und faire Finanzierung von Investitions- und Betriebskosten vom Bund, Ländern und Kommunen;  Anspruch auf acht Stunden an fünf Tagen die Woche und auch in Ferienzeiten; Kooperation auf Augenhöhe mit der Jugendhilfe; eine Qualifizierungs- und Fachkräfteoffensive für Erzieher*innen sowie die Sicherstellung einer modernen digitalen Infrastruktur beim Ausbau.

Die wohl verzweifelte Wahlkämpferin Eisenmann behauptet wahrheitswidrig, flexible Angebote der Kommunen könnten nicht gefördert werden. Diese müssen dann aber Qualitätsanforderungen genügen. Das ist richtig so. Auch Eisenmanns Argument der Folgekosten, wenn die kommunalen Betreuungskosten unter Schulaufsicht gestellt würden, ist in Bayern längst wiederlegt worden. Durch ihre Blockadehaltung würden dem baden-württembergischen Schulsystem fast 100 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm fehlen. Es gibt wirklich keinen Grund für die Ministerin, sich diesem wichtigen Vorhaben in den Weg zu stellen. Wahlkampf zulasten des Ausbaus der Ganztagsschulen, auf die viele Eltern so dringend warten, ist inakzeptabel.

Atommüll-Endlagersuche wissenschaftsbasiert und transparent gestalten
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Atommüll-Endlagersuche wissenschaftsbasiert und transparent gestalten

Zur Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung am 28. September 2020 erklärt Margit Stumpp, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Aalen/Heidenheim:

Seit drei Jahren läuft in ganz Deutschland eine ergebnisoffene, wissenschaftsbasierte Suche für ein Atommüllendlager. Am Montag legte die Bundesgesellschaft für Endlagerung in einem Zwischenbericht ihre ersten Ergebnisse vor. Nun ist klar: neben dem kristallinen Wirtsgestein und dem Tongestein der Ostalb gelten auch weite Teile Bayerns als mögliche Teilgebiete.

Diese Zwischenergebnisse bedeuten noch keine Vorfestlegungen auf ein Gebiet, sondern sind das Ergebnis von Auswertungen bereits vorliegender geologischer Daten für ganz Deutschland. In den kommenden Jahren wird eine verfeinerte Suche weitere Regionen ausschließen, am Ende steht der Standort mit der bestmöglichen Sicherheit – unabhängig von politischem Einfluss.

Wir Grünen haben jahrelang gegen Atomkraft gekämpft – und doch stellen wir uns den Tatsachen und der vor uns liegenden gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Es ist schon bezeichnend, wie sich jetzt schon, zu Beginn des Verfahrens, viele aus der Verantwortung zu stehlen versuchen, die die Kernkraft z.T. bis heute verteidigen. Wir Grünen werden konstruktiv mitarbeiten, Fragen stellen und für ein Gelingen sorgen. Nur so finden wir in Deutschland den Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit zum Schutz von Mensch und Natur. Und nur so können wir die Atomkraft endgültig abwickeln. Wer sich dieser Verantwortung entzieht, egal ob durch einen Ruf nach Export des in Deutschland verursachten Atommülls, oder dem Ausschluss ganzer Regionen „vor der eigenen Haustür“ hat die Brisanz der Lage nicht verstanden.

Klar ist, jedes Endlager, wo auch immer, wird einen Beitrag zur Sicherheit der Region leisten. Denn nur durch gesicherte Endlagerung kann das bundesweit größte oberirdische Zwischenlager in Gundremmingen, das nach meinem Informationsstand bei weitem nicht ausreichend gesichert und damit eine Bedrohung für uns ist, abgebaut werden.

Es gilt, die Endlagersuche konstruktiv zu begleiten und zu unterstützen. Mit dem im Frühling 2020 beschlossenen Geologiedatengesetz wurde die Grundlage geschaffen, die für die Endlagersuche relevanten Daten zu veröffentlichen. Wir hätten uns dabei eine noch weitergehende Transparenz gewünscht. Dennoch gibt uns dieser Prozess die Möglichkeit, das Zeitalter der Atomkraft abzuwickeln. Wer sich noch heute der Herausforderung der Atommüllendlagerung verschließt, kann unmöglich auch nur einen einzigen Tag an der Atomkraft festhalten.

Entscheidend bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll ist, die Fehler aus der damaligen Gorleben-Entscheidung nicht zu wiederholen. Daher basieren die von der Bundesgesellschaft vorgestellten Teilgebiete auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht auf politischem Gutdünken. Mit dem Standortauswahlverfahren sind die Grundlagen für eine erfolgreiche Suche gelegt: ein wissenschaftsbasierter und überprüfbarer Prozess, der Transparenz und Bürgerbeteiligung voraussetzt. Denn die Endlagersuche kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Menschen von Anfang an dabei sind. Eine wichtige Bewährungsprobe für die Endlagersuche ist daher das Beteiligungsformat. Denn alle Bürgerinnen und Bürger müssen die Entscheidungen nachvollziehen und selbst überprüfen können. Das zuständige Bundesamt und die Bundesgesellschaft müssen umfassend und transparent die Ergebnisse präsentieren und eine breite Diskussion darüber ermöglichen. Das gilt für alle geologische Daten, die in angemessenem Zeitrahmen unabhängig überprüfbar sein müssen. Auf der Internetseite der Bundesgesellschaft für Endlagerung können Bürgerinnen und Bürger alle Teilgebiete einsehen und die geologischen Daten nachvollziehen. Auf vier Fachkonferenzen können Fragen gezielt gestellt werden.

Pressemitteilung zur heute veröffentlichten Studie des Umweltministeriums zur Klimawirkung von Streaming und digitaler Infrastruktur
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Pressemitteilung zur heute veröffentlichten Studie des Umweltministeriums zur Klimawirkung von Streaming und digitaler Infrastruktur

 “Eine neue Studie von Umweltministerium und Umweltbundesamt zeigt: Videostreaming über Glasfaser ist die klimafreundlichste und effizienteste Übertragungstechnik. Das Studienergebnis bekräftigt, was wir als Grüne Bundestagsfraktion seit Jahren postulieren: Glasfaser ist die Technik der Zukunft, sowie für den Breitband- als auch Mobilfunkbereich. Umso ärgerlicher ist deshalb, dass die Bundesregierung über viele Jahre die Förderung der innovativen und klimaschonenden Glasfaser-Technik verschlafen und stattdessen den fortschrittsfeindlichen Vectoring-Ausbau geduldet hat. So lange die Kernkompetenz für die Zuständigkeit ein CSU-Parteibuch ist, wird sich am Status quo wenig ändern: Deutschland ist digitales Entwicklungsland und Schlusslicht in Europa.”

Pressestatement zum Schulstart in Baden-Württemberg
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Pressestatement zum Schulstart in Baden-Württemberg

Zum Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg erkläre ich zusammen mit Alexander Salomon:

„Mit dem Start ins neue Schuljahr muss das Recht auf Bildung mit dem Infektionsschutz in Einklang gebracht werden, und Schulen müssen je nach Lage zwischen Präsenz- und Fernunterricht wechseln können.“

Margit Stumpp:

“Es ist überfällig, das Recht auf Bildung in den Mittelpunkt der politischen Debatte zu stellen. Die Bildungsungerechtigkeit verschärft sich mit jedem Tag der Schulschließungen. Das Ziel muss daher sein, Kitas und Schulen so weit wie möglich offen zu halten, was auch der aktuellen Studienlage entspricht.
Bei Infektionsausbrüchen, die sich nicht werden vermeiden lassen, müssen wir individuell und vor Ort reagieren statt Maßnahmen zu generalisieren. Dennoch ist die anlassbezogene Verlagerung von Unterricht ganzer Klassen oder Schulen ins sogenannte Homeschooling durchaus wahrscheinlich und muss entsprechend vorbereitet sein. Dazu gehören neben geeigneten Hygienekonzepten oder der zeitnahen Schaffung von Möglichkeiten digitaler Erreichbarkeit auch Überlegungen, wie zusätzliche personelle Kapazitäten und außerschulische Räume zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Schulen brauchen dafür klare Vorgaben, aber auch zusätzliche Mittel, mehr Personal und Unterstützung, diese auch umzusetzen.”

Alexander Salomon:

„Das neue Schuljahr beginnt so, wie das letzte geendet hat: Die Schulen werden beim digitalen Unterricht alleine gelassen. Die Kultusministerin kommuniziert nicht nur zu wenig, sondern hat auch kein Konzept für die digitale Unterstützung des Unterrichts in den nächsten Monaten. Ihr stiefmütterlicher Umgang mit der Digitalisierung an den Schulen ist haarsträubend und ignoriert und verschläft die Notwendigkeit, den digitalen Wandel voranzutreiben.
Gerade für die jüngsten Schülerinnen und Schüler in unseren Grundschulen ist dies eine verheerende Botschaft und ein weiterer Stoß vor den Kopf der vielen Eltern, die von der Ministerin alleine gelassen werden. Unsere Schulen brauchen unsere volle Unterstützung, und zwar sofort!“

Bundesweiter „Warntag“ – vertrauenswürdige Informationen in Krisensituationen wichtig
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Bundesweiter „Warntag“ – vertrauenswürdige Informationen in Krisensituationen wichtig

Zum ersten bundesweiten „Warntag“ am 10. September 2020 erklärt Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete aus dem Wahlkreis Aalen-Heidenheim:

Die Warnung der Bevölkerung gehört zu einem der wichtigsten Instrumente zur Krisenbewältigung. Der bundesweite Probealarm unter Federführung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird ein Lackmustest für die Warnsysteme der Bundesrepublik und deren Zusammenspiel im föderalen System. Gleichzeitig kann er dazu dienen, den Bürgerinnen und Bürgern enorm wichtiges Wissen über Notlagen und Möglichkeiten zur Informationsgewinnung innerhalb dieser zu vermitteln. Denn Notlagen sind auch im sicheren Deutschland immer wahrscheinlich, sei es eine Pandemie, ein gravierendes Wetterereignis oder -in unserer Region wegen der Nähe zum AKW Gundremmingen hoch relevant- ein atomarer Zwischenfall.

In der Corona-Krise wurden erstmals bundesweit Warnungen und Handlungsempfehlungen über die Warn-App „NINA“ herausgeben. Die hohen Downloadzahlen der App  belegen das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach vertrauenswürdigen Informationen in Krisensituationen. Etablierte Medien der Krisenkommunikation können zudem ein wichtiges Instrument zur Vorbeugung von bewusst lancierter Desinformation sein.

Der bundesweite „Warntag“ sollte Anstoß für eine grundlegende Debatte über die Zukunft des Katastrophenschutzes sein. Für uns steht seit langem fest, dass der Bund auch angesichts der Klimakrise und immer häufiger auftretenden Extremwetterlagen dringend mehr Verantwortung im Katastrophenschutz übernehmen muss. Vor allem bei länderübergreifenden Gefahrenlagen muss er endlich eine aktivere Rolle einnehmen. In solchen Situationen dürfen die Länder nicht allein gelassen werden. Hierzu gehört auch die Ausstattung des BBK mit einer Zentralstelle, wie wir sie zum Beispiel im polizeilichen Bereich vom Bundeskriminalamt kennen.

*Den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion „Zusammenarbeit im föderalen Katastrophenschutz stärken“ (Drs 19/17749) finden Sie hier:  http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/177/1917749.pdf

Ein Wir für alle. Rassismus sichtbar machen.
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Ein Wir für alle. Rassismus sichtbar machen.

Zur Onlinereihe der Grünen Bundestagsfraktion erklärt Margit Stumpp, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim:

Spätestens seit den weltweiten Black Lives Matter-Demonstrationen wird der Umgang mit rassistischen Strukturen in Deutschland verstärkt hinterfragt. Diesen Dialog zu vertiefen ist das Ziel der digitalen Veranstaltungsreihe “Ein Wir für alle. Gemeinsam Rassismus überwinden”, initiiert von der Grünen Bundestagsfraktion. Insgesamt sechs Online-Veranstaltungen sollen Gelegenheit bieten, sich mit gesellschaftlicher Teilhabe, Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Repräsentanz und Alltagsrassismus zu beschäftigen.

Margit Stumpp, medien- und bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion erklärt, weshalb die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus so wichtig ist: “Rassismus zu erkennen, zu benennen und zu bekämpfen ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Um eine rassismuskritische und chancengerechte Einwanderungsgesellschaft gestalten zu können, braucht es neben einem langen Atem vor allem auch einen lebendigen Dialog”. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, gemeinsam mit der Zivilgesellschaft politische Strategien fortzuentwickeln, mit denen ein wirksamer Diskriminierungsschutz von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in allen gesellschaftlichen Bereichen erreicht werden kann. “Gute parlamentarische Arbeit lebt vom Dialog mit den zivilgesellschaftlichen Bewegungen und Akteur*innen,  um eine plurale Demokratie, die Gesellschaft der Vielen und damit ein “Wir für alle” zu gestalten”, so Stumpp.

Die Veranstaltungen werden gestreamt, Start ist am 25. August ab 16.30 Uhr mit dem Thema “Rassismus sichtbar machen”. Neben Claudia Roth und der migrationspolitischen Sprecherin der Grünen, Filiz Polat werden auch Esra Kücük von der Allianz Kulturstiftung und Daniel Gyamerah von Each One Teach One (EOTO) e.V dabei sein. Per Beteiligungs-Tool können Fragen und Kommentaren eingebracht werden. Die Anmeldung ist unter https://www.gruene-bundestag.de/termine/ein-wir-fuer-alle-rassismus-sichtbar-machen möglich.

 Weitere Termine der Reihe:

8. September, 18.30 Uhr: Ein Wir für alle 2: Kein Antirassismus ohne echte Dekolonialisierung

25. September, 16.30 Uhr: Ein Wir für alle 3: Vielfalt, Teilhabe, Repräsentation

14. Oktober, 16.30 Uhr: Ein Wir für alle 4: Antidiskriminierung intersektional

27. Oktober, 18.30 Uhr: Ein Wir für alle 5: Aufbruch in die Gesellschaft der Vielen

Über die Onelinereihe hat die Schwäbische Post berichtet.