Pressestatement zur Ausladung von Philipp Ruch durch das Innenministerium

Pressestatement zur Ausladung von Philipp Ruch durch das Innenministerium

An diesem Wochenende findet in Leipzig der Bundeskongress Politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt. Auf Drängen des Bundesinnenministeriums wurde Philipp Ruch, Gründer und Mitglied des Zentrums für politische Schönheit, als Redner ausgeladen. Als Sprecherin für Bildungspolitik und stellvertretendes Mitglied in Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung erkläre ich dazu:

“Ich bedauere diese Ausladung sehr. Es steht jeder und jedem frei, sich über die Aktionen des Zentrums für politische Schönheit und die Arbeit von Philipp Ruch eine persönliche Meinung zu bilden. Aber fest steht: Die Akteure legen den Finger in die Wunde, machen auf Missstände aufmerksam und stoßen auf kreative Weise Debatten an. Und genau diese – gerne auch unbequemen – Diskussionen stehen im Zentrum der Politik und damit auch der politischen Bildung und müssen geführt werden. Die wenig souveräne Reaktion des Innenministeriums ist in meinen Augen kleinkariert und kontraproduktiv.”

Pressestatement zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags
Lizenz: CC 0 (Pixabay)

Pressestatement zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags

Zur Planung einer offiziellen Social-Media-Präsenz des Deutschen Bundestags erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es wird höchste Zeit, dass der Bundestag ernsthaft darüber nachdenkt, in den relevanten sozialen Medien mit offiziellen Kanälen präsent zu sein. Eine politisch neutral besetzte Redaktion wäre dabei Grundvoraussetzung, um Staatsferne zu garantieren. Eine reaktionsschnelle Redaktion könnte helfen, Desinformation vorzubeugen und ansprechend über die Parlamentsarbeit zu informieren. Zuvor müssen jedoch die rechtlichen Zweifel darüber ausgeräumt werden, ob Fanseiten-Betreiber auf Facebook mitverantwortlich für Datenschutzverstöße gemacht werden können. Bekanntlich liegt dem Landgericht Hamburg eine Klage unserer Bundestagsfraktion gegen Facebook auf dem Tisch. Das Unternehmen muss offenlegen, welche Daten erhoben und zu welchen Zwecken sie gespeichert werden.”

Pressestatement zur Forderung der EU-Kommission nach mehr Investitionen

Pressestatement zur Forderung der EU-Kommission nach mehr Investitionen

Die EU-Kommission fordert die Bundesregierung auf, mehr zu investieren. Gerade bei Bildung und Infrastruktur seien die Ausgaben im Vergleich zur Sparrate immer noch schwach, und das trotz steigenden Bedarfs an Investitionen und Erneuerung. Dazu erkläre ich gegenüber der Presse:

“Es ist ein Weckruf, dass nach dem Währungsfonds nun auch die EU-Kommission Deutschland zu mehr Investitionen ermahnt. Gerade in der Bildung und bei der (digitalen) Infrastruktur fährt Finanzminister Scholz auf Verschleiß. Die niedrigen Zinsen und konjunkturellen Überschüsse müssen endlich konsequent für Zukunftsinvestitionen genutzt werden: Der Bund muss beispielsweise endlich seiner Verantwortung bei den Bildungsausgaben gerecht werden und diese zügig auf 7% des BIP bringen, wie es seit über 10 Jahren das erklärte Ziel ist. Herausforderung gibt es genug: Ganztagsbetreuung, Qualität, Inklusion, Integration, individuelle Förderung oder Digitalisierung.

Daneben drohen wir digital weiter abgehängt zu werden; wir brauchen endlich den Rechtsanspruch auf schnelles Internet, mehr Wettbewerb im Mobilfunkmarkt und einen zügigen Ausbau von 5G überall.

Es ist Zeit für eine Investitionsoffensive für die Zukunft unserer Kinder statt unredlicher Steuersenkungsdebatten.”

Pressestatement zur Vertagung des Prozesses gegen Erol Önderoglu
Lizenz: CC BY-NC-ND (Margit Stumpp MdB)

Pressestatement zur Vertagung des Prozesses gegen Erol Önderoglu

Zur Vertagung des Prozesses der türkischen Justiz gegen Erol Önderoğlu und weitere angeklagte Menschenrechtsverteidiger auf den 15. April erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik:

“Der Prozess gegen den türkischen Korrespondenten von Reporter ohne Grenzen ist politisch motiviert und wird nicht nach rechtsstaatlichen Maßstäben geführt. Wenn die Angeklagten weder wissen, welches Vergehen ihnen genau vorgeworfen wird, noch welches Strafmaß sie zu erwarten haben, dient dieser Prozess – wie so viele andere Prozesse – allein der Einschüchterung. Regierungskritische Stimmen sollen weiter verängstigt und mundtot gemacht werden. Politik, Medien und Zivilgesellschaft außerhalb der Türkei sind aufgefordert, ganz genau hinzusehen. Auf politischer Ebene muss die internationale Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung angesichts der gezielten Verfolgung Andersdenkender stärker als bisher in Frage gestellt werden. Die Häufung der Fälle zeigt auch: Es muss endlich eine UN-Sonderbeauftragte zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten eingesetzt werden, um die Einhaltung geltender Gesetze zum Schutz von Medienschaffenden zu kontrollieren. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, sich dafür nachdrücklich einzusetzen.”

Pressestatement: Zerschlagung von DuMont verschärft Misere der deutschen Presselandschaft
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Pressestatement: Zerschlagung von DuMont verschärft Misere der deutschen Presselandschaft

Zu den Plänen von DuMont, sich von allen Regionalzeitungen zu trennen, erklärt Margit Stumpp, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Die Pläne zur Zerschlagung von DuMont verschärfen die Misere der deutschen Presselandschaft. Der Medienstandort Deutschland büßt weiter an Medienvielfalt ein. Wenn weder Betriebsräte noch Gewerkschaften über die Pläne informiert wurden, ist das ein unredliches Verhalten der Verantwortlichen gegenüber ihren Mitarbeiter*innen. Ein solches Vorgehen war von einem solch traditionsreichen Medienunternehmen nicht zu erwarten. DuMont beschädigt mit diesem Vorgehen seinen Ruf in der Medienwelt.”

Darüber berichtet die taz.

Pressestatement: Mit Digitalpakt auch Personal finanzieren

Pressestatement: Mit Digitalpakt auch Personal finanzieren

In der vergangenen Woche hat der Bundestag mit großer Mehrheit das Ergebnis des Vermittlungsausschusses verabschiedet. Somit braucht es jetzt nur noch die Zustimmung des Bundesrates, damit das Grundgesetz geändert und der Digitalpakt Schule endlich umgesetzt werden kann. Wir Grüne haben im Vermittlungsausschuss erreicht, dass der Bund neben der Infrastruktur und den Endgeräten endlich auch Personal finanzieren darf. Dieser Punkt muss nun unbedingt noch explizit in die Bund-Länder-Vereinbarungen zur Umsetzung des Digitalpakts aufgenommen werden. Da die Bundesbildungsministerin und der Hamburgische Bildungssenator das anders einschätzen, erkläre ich gegenüber der Presse:

“Der Konsens zur Grundgesetzänderung, wie der Bundestag ihn beschlossen hat, macht endlich den Weg frei für den Digitalpakt. Der zentrale grüne Verhandlungserfolg ist die mögliche Finanzierung von Personal, also z. B. für Netzwerkadministrator*innen, IT-Fachkräfte oder auch die Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften. Diese Chance muss unbedingt genutzt werden. Dafür müssen die unterschriftsreifen Bund-Länder-Vereinbarungen zum Digitalpakt explizit um die Personalfinanzierung ergänzt werden, damit die Digitalpakt-Milliarden zum echten Mehrwert für die Schulen werden.”

Darüber berichtet hat beispielsweise die Märkische Oderzeitung.

Pressestatement zum Schülerstreik – fridays for future

Pressestatement zum Schülerstreik – fridays for future

Regelmäßig am Freitag gehen Schülerinnen und Schüler auf die Straße um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Greta Thunberg, eine schwedische Klimaaktivistin, hat diese “fridays for future”-Bewegung ins Lebens gerufen, an der sich weltweit immer mehr Schüler*innen beteiligen. Dazu erkläre ich gegenüber der Presse:

“Ich freue mich über die engagierten Schülerinnen und Schüler, die freitags so leidenschaftlich für mehr Anstrengungen gegen den Klimawandel demonstriert haben und es weiter tun. Die politische Willensbildung und -artikulation ist zentrales Anliegen des Bildungsauftrags. Es ist erfreulich, dass das Engagement der Schüler*innen von den Lehrkräften und Schulleitungen als legitimes Anliegen von mündigen Demokrat*innen pädagogisch angenommen wird. Im Zuge dessen wird das als Praxisbeispiel für Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) genutzt. So kann Schule nah am Leben sein. Und das Vorurteil der unpolitischen Jugend wird so ganz nebenbei auch noch widerlegt.”

Pressestatement zum Digitalpakt

Pressestatement zum Digitalpakt

Es ist geschafft. Nach langem Ringen und dem Anrufen des Vermittlungsausschlusses haben sich Bund und Länder gestern Abend auf einen Kompromiss geeinigt. Der Bundestag stimmt noch heute darüber ab. Damit wird endlich der Weg frei für den Digitalpakt, der unsere Schulen aus der Kreidezeit führen kann. Gegenüber der Presse habe ich dazu erklärt:

“Es ist eine gute Nachricht für die Schulen, dass mit der vereinbarten Grundgesetzänderung der Digitalpakt nun endlich kommen kann. Besonders die Möglichkeiten zur Finanzierung von Personal ist uns wichtig. Damit können multiprofessionelle Teams an den Schulen endlich Normalität werden. Es braucht für Schulen in der digitalen Welt unbedingt auch IT-Expert*innen, die sich um die technische Infrastruktur und die Endgeräte kümmern.

Sobald der Bundesrat zugestimmt hat, ist die Regierung gefordert, dass die Mittel aus dem Digitalpakt auch rasch freigegeben werden und schnell an den Schulen ankommen.  Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern haben lange genug gewartet.

Das Kooperationsverbot wurde leicht aufgebrochen. Dies ist ein erster Schritt hin zu einem modernen Bildungsföderalismus, mit dem Bund Länder und Kommunen gemeinsam für beste Bildung und Chancengerechtigkeit sorgen.”

 

Bei der heutigen Abstimmung im Bundestag zeigte sich die AfD wiederholt ahnungslos von den Vorgängen und Regularien des Bundestags und des Vermittlungsausschusses. Britta Haßelmann, unsere Parlamentarische Geschäftsführerin, hielt daraufhin ein leidenschaftliche Gegenrede und klärte die vermeintliche Alternative auf:

Ein Jahr danach: Morde an Ján Kuciak und Martina Kusnirova nicht aufgeklärt
Quelle: Margit Stumpp MdB

Ein Jahr danach: Morde an Ján Kuciak und Martina Kusnirova nicht aufgeklärt

Zum Jahrestag der Ermordung des slowakischen Investigativ-Journalisten Ján Kuciak erklärt Margit Stumpp, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Es ist bedauerlich, dass die Morde an Ján Kuciak und seiner Lebensgefährtin Martina Kusnirova immer noch nicht aufgeklärt sind; Ein fatales Signal, dass Gewalt an Journalistinnen und Journalisten zu keinen Konsequenzen führt. Mit dem vom slowakischen Parlament geplanten neuen Pressegesetz spitzt sich die Lage für Medienschaffende sogar noch weiter zu. Ihnen würden dann Strafzahlungen drohen, wenn sie Politiker*innen bei kritischer Berichterstattung keine Möglichkeit zur Gegenrede einräumen. Das slowakische Parlament täte gut daran, eine solche politische Einflussnahme zu unterlassen und stattdessen die Unabhängigkeit der Strafverfolgungsbehörden im Fall Kuciak mit allen Kräften zu unterstützen.”