Mein Interview im Deutschlandfunk zu “Schule macht stark”

Mein Interview im Deutschlandfunk zu “Schule macht stark”

Bereits gestern habe ich mich kritisch zur neuen Bund-Länder-Initiative “Schule macht stark” geäußert. Diese Kritik habe ich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk für die Sendung Campus & Karriere nochmals breiter ausgeführt.

Das Interview gibt es zum Nachhören auf deutschlandfunk.de
oder zum Nachlesen hier: Weiter lesen

Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsdefizit
Quelle: Pixabay CC0

Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsdefizit

Zur heute vorgestellten Bund-Länder-initiative “Schule macht stark” erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

“Besser spät als nie, aber wieder einmal unzureichend: Ministerin Karliczek braucht mehr als die halbe Wahlperiode, um sich der Schulen in benachteiligten sozialen Lagen anzunehmen, und dann tut sie es nicht einmal halbherzig. Weiter lesen

Demokratie muss Schule machen – Gastbeitrag in FR

Demokratie muss Schule machen – Gastbeitrag in FR

Mein Gastbeitrag im Wortlaut für die Frankfurter Rundschau vom 14.10.2019. Die Bildungspolitik sollte die Impulse der Demonstrationen für Klimaschutzaufnehmen, um Schule und Unterricht weiterzuentwickeln.

Die Zeit rennt, ihr pennt“ oder „Warum lernen, wenn es keine Zukunft gibt“ steht auf den selbst gemalten Plakaten junger Klimaaktiver, die in Deutschland und weltweit seit nunmehr einem Jahr zu Hundertausenden auf die Straße gehen. Weiter lesen

Pressestatement zum IQB Bildungstrend 2018
Quelle: Margit Stumpp (CC BY-NC-ND 4.0)

Pressestatement zum IQB Bildungstrend 2018

Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärt zum heute veröffentlichten IQB Bildungstrend 2018:

“Die IQB-Vergleichsstudie zeigt, dass sich der Bildungstrend kaum verändert hat. Das liegt aber vor allem daran, dass drei bevölkerungsreiche Länder mit guten Ergebnissen die negativen Trends vieler anderer Länder ausgleichen können. Das kann die Probleme nur kurzfristig überdecken. Und die Herausforderungen für das Bildungssystem wachsen: Lehrkräftemangel, mehr Heterogenität in den Klassen, Digitalisierung, Inklusion und Integration. Es wird höchste Zeit für einen modernen Bildungsföderalismus, mit dem sowohl Bund als auch Länder und Kommunen gemeinsam für die beste Bildung und Chancengerechtigkeit sorgen.

Für Baden-Württemberg zeigt sich deutlich, dass das Gymnasium sein exklusives Bildungsversprechen nicht mehr einhalten kann. Das muss man nicht beklagen, sondern vielmehr konsequent dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen können. Eine Konsequenz aus dem IQB-Bildungstrend muss sein, die Gemeinschaftsschule im Land weiter und konsequent zu stärken.”

Das Statement wurde unter anderem vom zwd Politikmagazin aufgenommen.

Meine Rede zu Learning Analytics – Natürliche Intelligenz first, KI second!

Meine Rede zu Learning Analytics – Natürliche Intelligenz first, KI second!

Gestern zu später Stunde haben wir im Bundestag über Künstliche Intelligenz in der Schule debattiert. In meiner Rede habe ich deutlich gemacht, dass Learning Analytics im Schutzraum Schule besonderer Regulierung bedarf und die persönliche Beziehung zwischen Lehrkräften und Schüler*innen weiterhin entscheidend sind. Statt überstürzt digitale Lernwerkzeuge in die Schulen zu bringen, müssen erst die Lehr- und Lernbedingungen verbessert werden: Entlastung der Pädagogen mithilfe multiprofessioneller Teams, weniger Verwaltungsaufgaben oder besserer Räumlichkeiten. Für gute Bildung und Chancengerechtigkeit gilt der Grundsatz: Natürliche Intelligenz first, Künstliche Intelligenz second!

Meine Plenumsrede im Video:

10 Jahre UN-BRK: Workshop “Inklusive Bildung”
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 (Margit Stumpp MdB)

10 Jahre UN-BRK: Workshop “Inklusive Bildung”

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) feiert inzwischen ihren zehnten Geburtstag. Wenn wir uns deren Umsetzung in Deutschland anschauen, ist das leider kein Grund zum Feiern. Aus diesem Grund hat die Grüne Bundestagsfraktion die Konferenz “Die inklusive Gesellschaft gestalten” veranstaltet. Mit knapp 300 Teilnehmenden war dies die bisher größte Fraktionstagung in dieser Wahlperiode.

Mein Workshop stand unter der Überschrift “Eine Schule für alle – Inklusive Bildung (richtig) machen”. Nach einer kurzen Einführung meiner Kollegin Corinna Rüffer übernahm Reinhard Stähling das Wort. Der Schulleiter der inklusiven Vorzeigeschule Berg Fidel/Geist in Münster mahnte an, dass Schulen mehr Kontinuität und Verlässlichkeit bräuchten. Ein Schule für alle sei nur zu erreichen, wenn die Aussonderung im Bildungssystem beendet werde.

Im Anschluss plädierte Brigitte Schumann, Autorin der “Streitschrift Inklusion”, für die vollständige Umsetzung der UN-BRK und damit Abschaffung der Förderschulen, um endlich ein inklusives Schulsystem zu realisieren. So könnten Schulen zu Orten der Vergemeinschaftung werden.

In den anschließenden regen Diskussion wurde der Wert der Gebärdensprache unterstrichen und fehlende inklusive Angebote bei der beruflichen Weiterbildung thematisiert. Einige Betroffene berichteten von ihrer Ohnmacht und den Hürden beim Versuch, ihre Kinder an Regelschulen anzumelden. Man war sich einig, dass die Klassen kleiner und Lehrertandems zum Standard werden müssten.

Pressestatement zu Abiturnoten

Pressestatement zu Abiturnoten

Zur aktuellen Diskussion über die Abiturnoten erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik:

“Bessere Noten im Abitur bedeuten nicht zwangsläufig eine Senkung der Anforderungen. Es könnte auch schlicht daran liegen, dass die Unterrichtsqualität besser und damit der Lernerfolg größer geworden ist. Deswegen bedarf es einer fundierten Analyse der Notenentwicklung, bevor man Forderungen stellt oder gar vorschnell Maßnahmen ableitet.

Außerdem brauchen wir dringend mehr Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungssystem, weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist. Genau dafür haben wir Grüne uns immer stark gemacht – zuletzt bei den Verhandlungen über die Grundgesetzänderung für den Digitalpakt. Zu einem modernen und leistungsfähigen Bildungsföderalismus gehört am Ende auch ein gleichwertiges Abitur.

Es ist Aufgabe der  Kultusministerkonferenz (KMK), für mehr Vergleichbarkeit zu sorgen. Der gemeinsame Aufgabenpool fürs Abitur ist ein erster Schritt, jetzt braucht es noch mehr Verbindlichkeit, was dann auch zu mehr Vergleichbarkeit führen wird. Über den Weg dahin kann man streiten. Erforderlich ist ein Prozess, der alle Beteiligte mitnimmt und Akzeptanz schafft. Das Ziel muss sein, transparente Bildungsstandards über die Bundesländer hinaus zu implementieren.”

Das Statement wurde unter anderem von der Elbe-Jeetzel-Zeitung aufgegriffen.

Aufruf zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“
Quelle: Christoph Wehrer/© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Aufruf zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“

Margit Stumpp, grüne Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim, ruft zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“ auf:

„Lasst den Forschergeist frei“ ist das Motto des fünften Kita-Wettbewerb „Forschergeist“, bei dem landesweit alle Kitas mit Projekten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik teilnehmen können. Margit Stumpp unterstützt den Kita-Wettbewerb und ruft gemeinsam mit den Veranstaltern Stiftung Haus der kleinen Forscher und Deutsche Telekom Stiftung zum diesjährigen Forschergeist-Wettbewerb auf. Noch bis zum 31. Januar 2020 ist Zeit, sich am Kita-Wettbewerb zu beteiligen und ein Projekt einzureichen.

Der Kita-Wettbewerb bietet einen tollen Rahmen, das Interesse und die Neugier der Kinder an MINT-Themen schon früh zu fördern und spielerisch komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Dadurch entsteht ein Zugang zur spannenden Welt der Wissenschaft. Außerdem soll auch die tägliche Leistung der Erzieher*innen und deren wichtiger Beitrag zur Förderung der Kinder besonders gewürdigt werden. Deshalb freue ich mich, wenn sich viele Erzieherinnen und Erzieher aus der Region Ostwürttemberg am Wettbewerb „Forschergeist“ beteiligen, mit den Kindern interessante Projekte gestalten und gemeinsam mit den Forschern von morgen Neues entdecken.

HIER geht es zur Webseite des Kita-Wettbewerbs “Forschergeist 2020”.