Bildungskonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung – Mein Workshop zu Weiterbildung
Bild-Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 (Margit Stumpp MdB)

Bildungskonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung – Mein Workshop zu Weiterbildung

Vergangene Woche lud die Heinrich-Böll-Stiftung zu Konferenz “Baustelle Bildung – Befähigung für die digitale Zukunft”. In deren Rahmen nahm ich an einem Workshop zur Weiterbildung teil.

Innerhalb einer Gruppe von Menschen mit ganz unterschiedlichem beruflichen Werdegang haben wir eine spannende Diskussion zum Thema “Weiterbildungsbedarf: wie ermitteln?” geführt. Schnell waren wir uns darin einig, dass Weiterbildung bei sich immer schneller wandelnden Anforderungen in den unterschiedlichsten Berufen eine zunehmende Rolle für Arbeitnehmer*innen und Betriebe, aber auch für den einzelnen Menschen außerhalb der Erwerbsperspektive führt. Umso komplexer wird die Herausforderung werden, den Bedarf an Weiterbildung für Arbeitssuchende und Weiterbildungsinteressierte zu ermitteln. Zumal der Markt unendlich viele Möglichkeiten bietet, die für Einzelne unüberschaubar sind.

In der Diskussion wurde deutlich, dass digitale Instrumente bei der Bedarfsermittlung eine große Hilfe sein können; die zunehmenden Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) werden dabei eine Rolle spielen. Dennoch wird es viele Fälle geben, wo Spezialist*innen unerlässlich sein werden, um unter Umständen in Kombination oder auf der Basis digitaler Vorstufen gemeinsam mit der/dem Einzelnen eine gute, zielorientierte Auswahl treffen können. Ein wesentlicher Aspekt wird dabei die Transparenz der Entscheidungswege und die Ermittlung von Fähigkeitsprofilen sowie die Relevanz individueller Lebensumstände sein.

Für mich war es sehr wertvoll, die Aspekte der unterschiedlichsten Perspektiven auf das ohnehin vielschichtige Thema kennen zu lernen. Dafür und für die offene Diskussion bedanke ich mich bei allen Teilnehmer*innen herzlich.

 

Pressemeldung: OECD zeigt Bildungsnotstand auf – Bundesregierung gefordert

Pressemeldung: OECD zeigt Bildungsnotstand auf – Bundesregierung gefordert

Zum heute vorgestellten OECD-Bericht “Bildung auf einen Blick 2018” erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik:

Die OECD-Studie untermauert das Versagen der deutschen Bildungspolitik: Zum einen sind die Bildungsausgaben mit 4,2% der Wirtschaftsleistung noch unter dem OECD-Durchschnitt und weit entfernt von dem 7%-Ziel.  Zum anderen werden Nicht-Deutsche über die komplette Bildungskette hinweg diskriminiert, sie schneiden in allen Bildungsbereichen zum Teil signifikant schlechter ab. Außerdem entscheidet das Elternhaus weiterhin überproportional über Bildungserfolg bzw. -misserfolg. Sprich: Die soziale Selektion an deutschen Schulen verfestigt sich.

Die OECD-ExpertInnen unterstützen in ihrer Analyse unsere Forderungen nach mehr Ganztagsschulen, mehr gemeinsamen Unterricht und früher Bildung in den Kitas. Und gerade Schulen in sozialen Brennpunkten brauchen endlich wirksame Hilfe: mehr LehrerInnen und SozialarbeiterInnen und Freiraum für individuelle Förderung.

Der Bund ist nun endlich gefordert, seinen Beitrag zum 7%-Ziel zu leisten. Dieses hatte die Kanzlerin 2008 auf dem Dresdner Bildungsgipfel bereits für 2015 ausgerufen. Während die Länder ca. 3/4 der Bildungsausgaben schultern, versteckt sich die Bundesregierung weiterhin hinter dem Kooperationsverbot. Auch den aktuellen Haushaltsentwurf bestimmen kleines Karo und ein Weiter-So, das heißt es wird trotz der enormen Herausforderungen weiter an der Bildung gespart.

Unser Vorschlag: Weg mit dem Kooperationsverbot, damit der Bund nicht nur in Beton (Infrastruktur) sondern auch Köpfe (Personal) investieren kann. Nur so entkoppeln wir den Lernerfolg vom Elternhaus, schaffen Integration durch Bildung und wirken dem Fachkräftemangel entgegen.

 

Unter anderem hat der Tagesspiegel diese Meldung aufgenommen.

Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg

Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg

Zum Beginn des neuen Schuljahrs in Baden-Württemberg erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete für Aalen/Heidenheim:

“Der Schulstart in Baden-Württemberg steht unter keinem guten Stern: weiterhin großer Lehrkräftemangel, gerade in der Grundschule und in ländlichen Regionen; Rückgriffe auf pensionierte Lehrerinnen und Lehrer sowie die mangelnde Planung vom Lehrkräftebedarf und den Studienplätzen.

Auch bundespolitisch sind die politischen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Schulstart sind leider nicht sonderlich gut: Das größte Problem bleibt die soziale Selektion. In kaum einem anderen Land entscheidet die soziale Herkunft so stark über den Bildungserfolg wie bei uns. Das muss sich dringend ändern, z. B. mit qualitativ höherwertigen Schulen, mehr Ganztagsbetreuung, längerem gemeinsamen Lernen, besserer finanzieller Ausstattung und individueller Förderung. So entkoppeln wir Herkunft von Zukunftschancen.

Mit der digitalen Schule geht es ebenfalls nicht voran, weil die (nicht mehr ganz so) neue Bundesministerin den DigitalPakt Schule einfach nicht hinbekommt: Die Schulen warten weiterhin auf das Geld, was ihnen bereits seit über zwei Jahren versprochen wurde. Der Bund müsste zudem die Länder und Schulträger viel mehr unterstützen. Doch statt endlich einen entsprechenden Kooperationsparagrafen im Grundgesetz zu verankern, wird nur zaghaft das Kooperationsverbot gelockert. Dadurch sind Mittel jedoch nur zeitlich befristet und abnehmend möglich, der große Fortschritt bleibt aus zulasten der Schüler*innen und Lehrkräften.

In der ganzen Republik fehlen zum Teil massiv Lehrkräfte. Die Zahl der Quereinsteiger wird immer größer. Der Beruf muss endliche attraktiver werden, z. B. indem Lehrer*innen mithilfe multiprofessioneller Teams entlastet werden und sich auf ihre eigentlich Aufgabe konzentrieren können: Guten Unterricht machen.“

Bild-Lizenz: SPÖ Wien (CC BY-NC-ND 2.0)

Pressemitteilung: Grüne fordern Grundgesetzänderungen bei Bildung und bei Klima

Pressemitteilung: Grüne fordern Grundgesetzänderungen bei Bildung und bei Klima

Zur Forderung nach Grundgesetzänderungen in den Bereichen Bildung und Klima erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

Forderung nach Grundgesetzänderung bei Bildung:

“Die Bundesregierung möchte das Kooperationsverbot in der Bildung lockern, der Entwurf geht uns aber nicht weit genug. Die Investitionen in Gebäude und technischer Ausstattung müssen einhergehen mit Investitionen in die Köpfe junger Leute. Denn im Zentrum steht der einzelne Mensch mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Wir brauchen leistungsstarke Bildungsinstitutionen, in denen kein Kind zurück gelassen wird. Das Grundgesetz muss die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ermöglichen, nicht verhindern.“

 

Forderung nach Grundgesetzänderung bei Klimaschutz:

„Die Klimafrage brennt, wir stehen vor einer globalen Heißzeit, wenn wir nicht endlich konsequent gegensteuern. Wir fordern daher, dass der Klimaschutz im Grundgesetz verankert wird. Damit Klimaschutz nicht von der Lust und Laune einer einzelnen Bundesregierung abhängt, brauchen wir eine Handlungsverpflichtung zur Umsetzung der Pariser Klimaziele.“

Meine Kleine Anfrage zu 10 Jahre Dresdner Bildungsgipfel

Meine Kleine Anfrage zu 10 Jahre Dresdner Bildungsgipfel

Nichts weniger als eine „Bildungsrepublik“ wurde von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten auf dem Dresdner Bildungsgipfel im Oktober 2008 ausgerufen. Auf diesem wurde beschlossen,
die Quote an Schulabgängern ohne Schulabschluss zu halbieren, gleiches wurde für die Quote an jungen Erwachsenen ohne Berufsausbildung vereinbart. Die Kindertagesbetreuung von unter Dreijährigen
sollte auf 35 Prozent ausgebaut werden. Erhöht werden sollten zudem auch die Ausgaben für Bildung und Forschung – auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) erschienene „Bildungsgipfel-Bilanz“ des Essener Bildungsforschers Klaus Klemm stellt klar: „Die soziale Schieflage bleibt die Achillesferse unseres Bildungssystems. Die Zahl der jungen Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss bleibt bedrückend hoch. Auch bei der Weiterbildung und im Studium öffnet sich die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern. Es gibt zudem Anlass zur Sorge, dass gerade seit 2015 wieder Verschlechterungen bei den Zahlen der jungen Menschen ohne Schulabschluss, bei der Versorgung mit Krippenplätzen und bei der Bildungsfinanzierung
zu verzeichnen sind. Die vermeintliche „Bildungsrepublik Deutschland“ bleibt ein sozial gespaltenes Land. […] So bleiben diesbezüglich Menschen mit Migrationshintergrund, Arbeitslose oder Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung noch immer abgehängt.“
Die Bilanz wirft berechtigte Fragen auf, ob und wie zehn Jahre nach dem Bildungsgipfel dessen Ziele umgesetzt worden sind. Daher frage ich in meiner Kleinen Anfrage unter anderem,

  • wann endlich das Ziel erreich sein wird, das 7% der Wirtschaftskraft in die Bildung investiert werden,
  • ob sich die Bildungsqualität in den letzten zehn Jahren verbessert hat,
  • ob die Länder inzwischen aufeinander abgestimmte Bildungsziele für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen etabliert haben,
  • wie sich Anteil der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss sowie der Erwachsenen ohne Berufsabschluss seit 2008 entwickelt hat,
  • wie viele nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und Erwachsene in den Jahren 2008 bis 2018 über Angebote der Nachqualifizierung einen Hauptschulabschluss erworben haben,
  • wie sich die Zahl und der Anteil von FörderschülerInnen und funktionaler Analphabeten entwickelt haben,
  • wie viele beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung in den letzten zehn Jahren ein Studium aufgenommen haben oder
  • wie hoch die Zahl der Erwerbstätigen ist, die sich seit 2008 an Weiterbildungsmaßnahmen beteiligt haben.

Die vollständige Kleine Anfrage ist zu finden unter bundestag.de.

Statement zum Kooperationsverbot

Statement zum Kooperationsverbot

Zur aktuellen Forderung des KMK-Präsidenten Helmut Holter nach einer Aufhebung des Kooperationsverbotes erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik der Grünen Bundestagsfraktion:

“Der KMK-Präsident hat meine volle Rückendeckung. Die zum Teil katastrophale Lage an vielen Schulen ist bekannt, ebenso wie die Tatsache, dass viele Kommunen damit finanziell überfordert sind. Das Kooperationsverbot muss endlich weg, damit der Bund hier dauerhaft und nachhaltig unterstützen kann. Deutschland verfehlt seit Jahren des 7%-Ziel für Bildungsausgaben, auch weil sich die Bundesregierung hinter dem Kooperationsverbot versteckt und die Länder und Kommunen mit dieser Mammutaufgabe quasi alleine lässt.

Die Köpfe der jungen Menschen sind unsere einzige Ressource. Diese dürfen wir nicht im Zuständigkeitsgerangel aufs Spiel setzen.”

Pressemitteilung: Weiterer Einsatz für Karlsbader Schulsanierung

Pressemitteilung: Weiterer Einsatz für Karlsbader Schulsanierung

Bundesregierung sieht keinen Änderungsbedarf und kennt keine Beispiele

Auf die Antworten der Bundesregierung auf meine Schriftlichen Fragen zu Schulsanierung des Karlsbader Gymnasiums erkläre ich gemeinsam mit Barbara Saebel MdL:

Barbara Saebel MdL (Baden-Württemberg) und Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, haben eine ernüchternde Antwort der Bundesregierung wegen zu kurzer Fristen beim Schulsanierungsprogramm des Bundes erhalten. Hintergrund war ein Besuch Saebels im Schulzentrum Karlsbad. Schulleiter Wehrle und Bürgermeister Timm befürchten, die Hälfte der rund 16 Millionen Euro für die Sanierung des Gymnasiums zurückzahlen zu müssen, wenn die Sanierung nicht bis 2022 abgeschlossen ist. Bürgermeister und Schulleiter vermuten, die umfangreichen Regularien der notwendigen europaweiten Ausschreibung und die Handwerkerknappheit sprengen den engen zeitlichen Rahmen des Bundesprogramms.

Stumpp: „Der Bundesregierung ist zwar das Handwerkerproblem bekannt und sie erwähnt auch das EU-Beihilferecht, was ab einer bestimmten Auftragssumme eine europaweite Vergabe verlangt. Doch weder Länder noch Kommunen hätten sich deshalb an das Bundesfinanzministerium gewandt. Es gäbe keine belastbaren Hinweise, dass die Förderfrist nicht ausreichend bemessen ist.“ Stumpp sind jedoch sehr wohl Hinweise von Bundestagskollegen aus anderen Bundesländern bekannt und sie verweist zudem auf Presseäußerungen des Städtetages: „Ich höre, dass Kommunen gar keinen Antrag stellen, weil sie von vorneherein wissen, dass sie so ein Großprojekt unter den Bedingungen zeitlich nicht schaffen können.“

Auch Saebel will sich mit dieser ernüchternden Antwort nicht zufrieden geben und sieht den Tipp aus dem Regierungspräsidium, Karlsbad solle einfach das Fördervolumen senken um die Frist einzuhalten, als nicht zielführend: „Ich freue mich, dass Karlsbad sich dafür entschieden hat, das gesamte Gymnasium zu sanieren, statt Flickschusterei zu betreiben. Genau dafür ist so ein großes Schulsanierungsprogramm da.“ So sind die für Baden-Württemberg bereitgestellten 251.240.500€ des Bundesprogramms für Schulsanierungen in finanzschwachen Kommunen bereits vollständig ausgeschöpft. Mit Blick auf die Fristverlängerung gibt sie die Handwerkersituation rund um Karlsruhe zu bedenken: „Nach der komplizierten Ausschreibung sind oft die Auftragsvergaben schwierig, weil Handwerker gar kein Angebot abgeben. Sie sind schlicht auf Monate ausgebucht.“ Saebel will nun ihre Landtagskollegen fragen, ob sie von solchen Problemstellungen gehört haben. Stumpp will es ihr in ihrer Bundestagsfraktion gleichtun. Und beide wollen Briefe an die Städtetage in Land und Bund schreiben, um genug Hinweise zu sammeln, damit sich das Bundesfinanzministerium doch noch bewegt.

Frankfurter Rundschau: Mein Gastbeitrag zu digitaler Bildung

Frankfurter Rundschau: Mein Gastbeitrag zu digitaler Bildung

Die Zukunft wartet nicht. Digitale Medien sind weder gut noch schlecht. Man muss sie richtig einsetzen – auch in Schulen. Dafür fehlt ein Konzept.

Das ist die die These meines Gastbeitrages in der Frankfurter Rundschau:

Dass Kinder in einer medienfreien Welt aufwachsen können, ist genauso eine Illusion wie der Glaube, dass digitale Medien Wundermittel seien. Wie jedes andere Werkzeug sind auch digitale Medien weder per se gut noch schlecht. Neben der passenden Infrastruktur an Schulen sind fachdidaktische Konzepte notwendig. Die zentralen Fragen lauten: Welche Kompetenzen müssen junge Menschen erlernen, um sich in einer rasant veränderten Wirklichkeit zurechtzufinden und den digitalen Wandel nachvollziehen und vielleicht noch wichtiger, selbst gestalten zu können? Und: Welche Voraussetzungen müssen eigentlich erfüllt sein, damit Lehrkräfte diese Fertigkeiten kompetent vermitteln können?

Beide Antworten bleibt Bildungsministerin Anja Karliczek schuldig. Was die Bundesregierung in Sachen digitaler Bildung derzeit macht, ist katastrophal. Am Digitalpakt Schule zeigt sich eindrucksvoll, wie mangelnder Gestaltungswille und politische Orientierungslosigkeit dazu führen, dass eine der wichtigsten Aufgaben der Bildungspolitik in den Sand gesetzt wird. Denn während unsere Nachbarn in Skandinavien und dem Baltikum seit Jahren die Schule der Zukunft gestalten, verliert sich die Bundesrepublik nach wie vor im föderalen Hickhack und verpasst den Anschluss.

Für den Bildungsstandort Deutschland ist das fatal. Den häufig klammen Kommunen fehlt seit Jahren jede Planungssicherheit. Sie wissen weder, ob und wann die versprochenen Mittel des Bundes ankommen, noch, was gefördert werden soll; Investitionen bleiben aus, die Zeche zahlen am Ende Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Der vollständige Beitrag ist zu finden unter FR.de.

 

Bildquelle: Screenshot von FR.de

 

Pressestatement zum Bildungsnotstand

Pressestatement zum Bildungsnotstand

Margit Stumpp äußert sich zur Aussage von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, wonach aufgrund Lehrermangels ein Bildungsnotstand drohe:

“Volker Kauder kritisiert zurecht den Bildungsnotstand. Die Union hält diesen jedoch aufrecht, weil sie sich immer noch an das Kooperationsverbot klammert. Solange der Bund nur befristet in Beton, nicht aber in die Köpfe – also Personal – investieren darf, werden die Länder weiterhin Bildungspolitik nach Kassenlage machen. Ein leistungsfähiges Bildungssystem ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die eine solide Grundlage verlangt: Wir brauchen statt des Kooperationsverbots eine Kooperationsvereinbarung für eine dauerhafte und nachhaltig finanzierte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Schulträgern.”

Unter anderem berichten ZEIT ONLINE, die Märkische Onlinezeitung und der Deutschlandfunk über das Thema.

Bildlizenz: Pixabay (CC0)