Einladung zur Tagung “Digital Natives? Aufwachsen in der vernetzten Welt”
Quelle: Pixabay CC0

Einladung zur Tagung “Digital Natives? Aufwachsen in der vernetzten Welt”

am 8. November 2019 in Berlin

Kinder und Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich in einer digitalisierten Welt auf. On- und offline Zeiten lassen sich immer weniger unterscheiden, weil digitale und analoge Welten ineinander übergehen. Während die Fünfjährige zum Zeitvertreib auf dem Tablet spielt, schreibt sich der Zehnjährige online Nachrichten mit seinen Freunden und die Vierzehnjährige produziert eigene Videos, die sie auf einer Online Plattform hochlädt. Schritt für Schritt entdecken Kinder und Jugendliche die digitale Welt und sollten dort – genauso wie in der analogen Welt – nicht von heute auf morgen auf sich selbst gestellt sein. Je erfahrener und kompetenter junge Menschen werden, desto weniger Schutz brauchen sie und desto besser und risikobewusster können sie die Chancen digitaler Angebote nutzen.

Gemäß UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder und Jugendliche ein Recht auf Schutz, Förderung und Partizipation. Das schließt auch den digitalen Raum mit ein. Sie brauchen deshalb ein digitales Umfeld, in dem sie Angebote und Dienste kompetent und selbstbestimmt nutzen können und vor möglichen Risiken geschützt sind.

Gemeinsam mit Euch und Ihnen wollen wir darüber diskutieren, wie Kinderrechte in der digitalen Welt mit Leben gefüllt werden können. Wie können Kinder und Jugendliche dazu befähigt werden, sich kritisch und kompetent in der digitalen Welt zu bewegen? Was gehört in ein modernes Jugendschutzgesetz? Wie werden Schulen kompetent für die digitale Bildung? Wie können Kinder vor Kriminalität im Netz geschützt werden? Gehören Kinderfotos ins Netz und braucht es ein Recht auf Vergessen? Benötigen alle Kinder eine digitale Grundausstattung?

Ich werde in der WorldCafé-Phase über Digitale Lernorte diskutieren und die Frage: Was soll Schule leisten und wie muss sie ausgestattet sein?

Wir möchten Euch und Ihnen unsere Ideen vorstellen und laden herzlich dazu ein, gemeinsam mit zahlreichen ExpertInnen Wege und Bedingungen für ein gutes Aufwachsen in der digitalen Welt zu diskutieren!

Weitere Informationen:

Demokratie muss Schule machen – Gastbeitrag in FR.

Demokratie muss Schule machen – Gastbeitrag in FR.

Mein Gastbeitrag im Wortlaut für die Frankfurter Rundschau vom 14.10.2019. Die Bildungspolitik sollte die Impulse der Demonstrationen für Klimaschutzaufnehmen, um Schule und Unterricht weiterzuentwickeln.

Die Zeit rennt, ihr pennt“ oder „Warum lernen, wenn es keine Zukunft gibt“ steht auf den selbst gemalten Plakaten junger Klimaaktiver, die in Deutschland und weltweit seit nunmehr einem Jahr zu Hundertausenden auf die Straße gehen.

Am globalen Aktionstag gab es weltweit unzählige Aktionen mit einer enormen Beteiligung. Die jungen Menschen demonstrieren für eine lebenswerte Welt von morgen und akzeptieren es nicht länger, dass ihre Zukunft durch politische Untätigkeit verspielt wird. Dafür nehmen sie mit dem Schulschwänzen auch bewusst persönliche Konsequenzen in Kauf, um ihr Anliegen zu verstärken.

Die Klimaproteste sind für mich gelebte Demokratie. Denn Demokratie funktioniert nicht als theoretisches Konstrukt, sondern muss erlebt und im Alltag erfahren werden. Es geht dabei um Haltung, Kritik und einen klaren Wertekompass.

Wenn wir uns die demografische Entwicklung anschauen, verwundert es nicht, dass sich öffentliche Debatten weit mehr um Rente oder Gesundheit kümmern als beispielsweise um Bildung, Zukunftschancen oder den Erhalt unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen.

Die Älteren dominieren die Wahlurnen und somit auch die Debatten. Eine Absenkung des Wahlalters wäre ein erster wichtiger Schritt, um das politische Gewicht zwischen den Generationen wieder etwas mehr in Balance zu bringen. Einige Bundesländer sind hier schon Vorreiter, wenn auch nur bei Landtags- und Kommunalwahlen. Das muss sich ändern.

Daneben ist auch die Bildungspolitik gefragt, diese demokratischen Impulse aufzunehmen, zu verstärken und zu verfestigen. Zuerst fällt einem natürlich der Politikunterricht ein, der in den Bundesländern höchst unterschiedlich gewichtet ist. Hier wäre es Aufgabe der Bundesländer und der Kultusministerkonferenz, politische Bildung sowohl als Unterrichtsfach als auch als Querschnittaufgabe weiter auszubauen.

Schulen brauchen außerdem mehr Flexibilität und Freiräume, um Demokratie- und Werterziehung erlebbar zu machen. Der hessische Koalitionsvertrag macht vor, wie das gelingen kann: Es wurde vereinbart, dass Schulen eigene Konzepte umsetzten können, mit denen Schülerinnen und Schüler über den Unterricht mitentscheiden können. Zudem wird ein durchgängiger Politikunterricht auf allen weiterführenden Schulen sichergestellt.

Ein gewinnbringender Politikunterricht braucht selbstverständlich auch bestens ausgebildete Lehrkräfte. Ich plädiere für ein verbessertes demokratiepädagogisches Angebot in allen Phasen der Lehramtsaus- und – weiterbildung. Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung, die der Bund finanziert, könnte dies zum Schwerpunkt machen. Demokratie muss also sowohl Ziel als auch Gegenstand des Unterrichts werden.

Zum zweiten müssen wir auch die Schule als Institution demokratisieren: Es braucht eine Schulkultur auf Augenhöhe und Möglichkeiten echter Mitbestimmung und Beteiligung. Ich stelle mir Stimmrechte für Schülerinnen und Schülern bei organisatorischen Fragen beispielsweise in der Schulkonferenz vor, Streitschlichtungsprojekte oder selbstverantwortete Lernzeiten. Die Vertretungen von Schülerinnen und Schülern sollten Ressourcen und feste Mitspracherechte bekommen.

Das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt genauso wie „Engagement lernen“ viele Wege auf, sich in und außerhalb der Schule einzubringen, Engagement zu lernen und Demokratie konkret zu erleben. Beide Konzepte sollten sich in den Lehrplänen stärker als bisher wiederfinden.

Die engagierten jungen Menschen auf den Straßen widerlegen gerade sehr eindrücklich das Bild einer desinteressierten und faulen Jugend, die bereits Aristoteles fälschlicherweise vor über 2000 Jahren mit den Worten attestierte: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“

Ich hingegen habe große Hoffnung in die jungen Menschen, freue mich über ihre politische Leidenschaft und appelliere an uns Entscheidungsträger, jetzt auch konsequent und nicht nur symbolisch zu handeln, sowohl in der Klima- als auch in der Bildungspolitik.

Die Bundesregierung hat mit ihrem sogenannten Klimapaket eine entscheidende Weichenstellung verbockt. Wir werden alle unsere Möglichkeiten nutzen, um tatsächlich wirksame Maßnahmen für mehr Klimaschutz zu erreichen.

Pressestatement zum IQB Bildungstrend 2018
Quelle: Margit Stumpp (CC BY-NC-ND 4.0)

Pressestatement zum IQB Bildungstrend 2018

Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärt zum heute veröffentlichten IQB Bildungstrend 2018:

“Die IQB-Vergleichsstudie zeigt, dass sich der Bildungstrend kaum verändert hat. Das liegt aber vor allem daran, dass drei bevölkerungsreiche Länder mit guten Ergebnissen die negativen Trends vieler anderer Länder ausgleichen können. Das kann die Probleme nur kurzfristig überdecken. Und die Herausforderungen für das Bildungssystem wachsen: Lehrkräftemangel, mehr Heterogenität in den Klassen, Digitalisierung, Inklusion und Integration. Es wird höchste Zeit für einen modernen Bildungsföderalismus, mit dem sowohl Bund als auch Länder und Kommunen gemeinsam für die beste Bildung und Chancengerechtigkeit sorgen.

Für Baden-Württemberg zeigt sich deutlich, dass das Gymnasium sein exklusives Bildungsversprechen nicht mehr einhalten kann. Das muss man nicht beklagen, sondern vielmehr konsequent dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen können. Eine Konsequenz aus dem IQB-Bildungstrend muss sein, die Gemeinschaftsschule im Land weiter und konsequent zu stärken.”

Das Statement wurde unter anderem vom zwd Politikmagazin aufgenommen.

Meine Rede zu Learning Analytics – Natürliche Intelligenz first, KI second!

Meine Rede zu Learning Analytics – Natürliche Intelligenz first, KI second!

Gestern zu später Stunde haben wir im Bundestag über Künstliche Intelligenz in der Schule debattiert. In meiner Rede habe ich deutlich gemacht, dass Learning Analytics im Schutzraum Schule besonderer Regulierung bedarf und die persönliche Beziehung zwischen Lehrkräften und Schüler*innen weiterhin entscheidend sind. Statt überstürzt digitale Lernwerkzeuge in die Schulen zu bringen, müssen erst die Lehr- und Lernbedingungen verbessert werden: Entlastung der Pädagogen mithilfe multiprofessioneller Teams, weniger Verwaltungsaufgaben oder besserer Räumlichkeiten. Für gute Bildung und Chancengerechtigkeit gilt der Grundsatz: Natürliche Intelligenz first, Künstliche Intelligenz second!

Meine Plenumsrede im Video:

10 Jahre UN-BRK: Workshop “Inklusive Bildung”

10 Jahre UN-BRK: Workshop “Inklusive Bildung”

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) feiert inzwischen ihren zehnten Geburtstag. Wenn wir uns deren Umsetzung in Deutschland anschauen, ist das leider kein Grund zum Feiern. Aus diesem Grund hat die Grüne Bundestagsfraktion die Konferenz “Die inklusive Gesellschaft gestalten” veranstaltet. Mit knapp 300 Teilnehmenden war dies die bisher größte Fraktionstagung in dieser Wahlperiode.

Mein Workshop stand unter der Überschrift “Eine Schule für alle – Inklusive Bildung (richtig) machen”. Nach einer kurzen Einführung meiner Kollegin Corinna Rüffer übernahm Reinhard Stähling das Wort. Der Schulleiter der inklusiven Vorzeigeschule Berg Fidel/Geist in Münster mahnte an, dass Schulen mehr Kontinuität und Verlässlichkeit bräuchten. Ein Schule für alle sei nur zu erreichen, wenn die Aussonderung im Bildungssystem beendet werde.

Im Anschluss plädierte Brigitte Schumann, Autorin der “Streitschrift Inklusion”, für die vollständige Umsetzung der UN-BRK und damit Abschaffung der Förderschulen, um endlich ein inklusives Schulsystem zu realisieren. So könnten Schulen zu Orten der Vergemeinschaftung werden.

In den anschließenden regen Diskussion wurde der Wert der Gebärdensprache unterstrichen und fehlende inklusive Angebote bei der beruflichen Weiterbildung thematisiert. Einige Betroffene berichteten von ihrer Ohnmacht und den Hürden beim Versuch, ihre Kinder an Regelschulen anzumelden. Man war sich einig, dass die Klassen kleiner und Lehrertandems zum Standard werden müssten.

Junge Menschen beteiligen – Partizipationsrechte stärken, Demokratiebildung fördern

Junge Menschen beteiligen – Partizipationsrechte stärken, Demokratiebildung fördern

Mit Fridays for Future stellt sich neben den klimapolitischen Forderungen auch die Frage der Beteiligung und Partizipation junger Menschen. Aus diesem Grund bringen wir einen Antrag diese Woche in den Bundestag ein. Margit Stumpp redet dazu am Freitag unter TOP 34 (voraussichtlicher Beginn um 16.20 Uhr) im Plenum: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/135/1913537.pdf

Zentrale Forderungen des Antrags sind:

– Das Wahlalter auf 16 Jahre absenken

– Kinderrechte ins Grundgesetz

– Politische Bildung als Unterrichtsfach und Querschnittsaufgabe ausbauen

– Multiprofessionelle Team an (Ganztags-)Schulen etablieren

– Demokratisierung der Schulkultur: Mitbestimmung, Streitschlichtungsprojekte, Stärkung von Schüler*innen-Vertretungen

– Nationaler Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung

Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion erklärt im Hinblick auf den eingebrachten Antrag: “Junge Menschen beteiligen – Partizipationsrechte Stärken, Demokratiebildung fördern:

“Die Klimaproteste sind ein guter Anlass, die Schwerpunkte der Bildungspolitik kritisch zu hinterfragen. Auch Schule muss demokratisiert werden, weil dies der Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen und der sie prägt. Politische Bildung sollte im Schulalltag eine stärkere Rolle spielen, damit Demokratiebildung zentraler Grundpfeiler des Bildungsauftrags wird. Dazu gehört auch die Demokratisierung der Institution Schule:  Sie muss Mitsprache ermöglichen und Selbstwirksamkeit fördern. Dafür braucht es Schüler*innen Zeit, Raum und echte Entscheidungskompetenz.”

HIER geht es zu einem Artikel, in dem das Handelsblatt über den Antrag berichtet.

Pressestatement zu Abiturnoten

Pressestatement zu Abiturnoten

Zur aktuellen Diskussion über die Abiturnoten erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik:

“Bessere Noten im Abitur bedeuten nicht zwangsläufig eine Senkung der Anforderungen. Es könnte auch schlicht daran liegen, dass die Unterrichtsqualität besser und damit der Lernerfolg größer geworden ist. Deswegen bedarf es einer fundierten Analyse der Notenentwicklung, bevor man Forderungen stellt oder gar vorschnell Maßnahmen ableitet.

Außerdem brauchen wir dringend mehr Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungssystem, weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist. Genau dafür haben wir Grüne uns immer stark gemacht – zuletzt bei den Verhandlungen über die Grundgesetzänderung für den Digitalpakt. Zu einem modernen und leistungsfähigen Bildungsföderalismus gehört am Ende auch ein gleichwertiges Abitur.

Es ist Aufgabe der  Kultusministerkonferenz (KMK), für mehr Vergleichbarkeit zu sorgen. Der gemeinsame Aufgabenpool fürs Abitur ist ein erster Schritt, jetzt braucht es noch mehr Verbindlichkeit, was dann auch zu mehr Vergleichbarkeit führen wird. Über den Weg dahin kann man streiten. Erforderlich ist ein Prozess, der alle Beteiligte mitnimmt und Akzeptanz schafft. Das Ziel muss sein, transparente Bildungsstandards über die Bundesländer hinaus zu implementieren.”

Das Statement wurde unter anderem von der Elbe-Jeetzel-Zeitung aufgegriffen.

Aufruf zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“
Quelle: Christoph Wehrer/© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Aufruf zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“

Margit Stumpp, grüne Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim, ruft zur Teilnahme am Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“ auf:

„Lasst den Forschergeist frei“ ist das Motto des fünften Kita-Wettbewerb „Forschergeist“, bei dem landesweit alle Kitas mit Projekten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik teilnehmen können. Margit Stumpp unterstützt den Kita-Wettbewerb und ruft gemeinsam mit den Veranstaltern Stiftung Haus der kleinen Forscher und Deutsche Telekom Stiftung zum diesjährigen Forschergeist-Wettbewerb auf. Noch bis zum 31. Januar 2020 ist Zeit, sich am Kita-Wettbewerb zu beteiligen und ein Projekt einzureichen.

Der Kita-Wettbewerb bietet einen tollen Rahmen, das Interesse und die Neugier der Kinder an MINT-Themen schon früh zu fördern und spielerisch komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Dadurch entsteht ein Zugang zur spannenden Welt der Wissenschaft. Außerdem soll auch die tägliche Leistung der Erzieher*innen und deren wichtiger Beitrag zur Förderung der Kinder besonders gewürdigt werden. Deshalb freue ich mich, wenn sich viele Erzieherinnen und Erzieher aus der Region Ostwürttemberg am Wettbewerb „Forschergeist“ beteiligen, mit den Kindern interessante Projekte gestalten und gemeinsam mit den Forschern von morgen Neues entdecken.

HIER geht es zur Webseite des Kita-Wettbewerbs “Forschergeist 2020”.

Keine Besteuerung von Volkshochschulen

Keine Besteuerung von Volkshochschulen

Der vom Bundeskabinett am 31.07.2019 beschlossene Gesetzentwurf zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften sieht unter anderem eine Zusammenfassung der zentralen Umsatzsteuer-Befreiungsvorschriften für Bildungsleistungen vor. Die Bundesregierung beruft sich darauf EU-rechtliche Vorgaben und die Entwicklungen der Rechtsprechung von EuGH und BFH  im deutschen Umsatzsteuerrecht umzusetzen. Die Volkshochschulen und zahlreiche andere Träger der öffentlichen bzw. öffentlich geförderten Weiterbildung befürchten zusätzliche Steuerbelastungen und eine Verteuerung ihrer Bildungsangebote.

Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion erklärt hierzu:

“Die geplante Neuregelung der Umsatzsteuer für Bildungsdienstleistungen führt die Weiterbildungspolitik der Bundesregierung ad absurdum. Es ist richtig, dass die deutschen Steuergesetze im Einklang mit europäischem Recht stehen müssen. Der Finanzminister schießt aber über das Ziel hinaus. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung enthält unnötige Einschränkungen zu Lasten von Weiterbildungsträgern und interessierten Bürger*innen. Lebensbegleitendes Lernen ist die zentrale Voraussetzung, damit die digitale und ökologische Transformation der Wirtschaft gelingt. Weiterbildung sichert aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade öffentlich getragene Einrichtungen, wie z.B. die Volkshochschulen leisten dabei einen wertvollen Beitrag. Fortbildungsangebote jetzt zu verteuern, ist genau das falsche Signal. In Bundesrat und Bundestag setzen wir Grüne uns für eine Lösung zugunsten der Weiterbildung ein, die mit europäischem Recht vereinbar ist.”