Bildungspolitik Beste Bildungschancen für alle 

Gute Bildung ist seit vielen Jahren mein Herzensanliegen und absolute Priorität meiner politischen Arbeit – egal ob auf kommunaler Ebene, während meiner Zeit als Lehrerin oder seit 2017 im Bundestag als Sprecherin für Bildungspolitik meiner Fraktion. Ich kann und werde es nicht hinnehmen, dass in kaum einem anderen Land das Elternhaus und die Postleitzahl so entscheidend für den Bildungserfolg sind wie hier in Deutschland. Es ist individuell, gesellschaftlich und volkswirtschaftlich nicht hinzunehmen, dass jedes Jahr 50.000 junge Menschen die Schulen ohne Abschluss verlassen und Kinder von Akademikereltern dreimal häufiger studieren als andere. Und jede neue Bildungsstudie – sei es PISA, ICILS, Bildungsbericht oder andere – bestätigen in konstanter Regelmäßigkeit diesen traurigen Befund.

Bildung muss hierzulande endlich von den Sonntagsreden zur politischen Priorität werden. In der Corona-Pandemie wurden die Missstände der letzten Jahre und Jahrzehnte mehr als deutlich – nicht nur bei der Digitalisierung. Bund, Länder und Kommen müssen endlich gemeinsam anpacken, statt den Schwarzen Peter hin und her zu schieben oder nur den kleinsten gemeinsamen Nenner zu verwalten, was die Kultusministerkonferenz so gerne tut. Es braucht einen modernen Bildungsföderalismus, eine nachhaltige Digitalisierung der Schulen und endlich sieben Prozent der Wirtschaftsleistung als Investition in die Zukunft unserer Jüngsten.

Grün macht den Unterschied – Wie es besser geht

Diese wenig erfreuliche Bestandsaufnahme ist für mich täglicher Ansporn, mich mit ganzer Kraft für Verbesserungen und mehr Chancen einzusetzen, weil alle die beste Bildung verdienen. Ich bin überzeugt, dass gute Bildung Zukunftskompetenzen wie Kooperation oder Kreativität fördert, zu kritischem Denken anregt und so gesellschaftliche Teilhabe sichert und unsere Demokratie stärkt. Schule ist auch als sozialer Ort für die Entwicklung und Entfaltung Heranwachsender von herausragender Bedeutung. Hier werden Vielfalt und Freundschaft gelebt, Selbstbewusstsein erlangt und neue Horizonte erschlossen. 

 

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Mehr Unterstützung für benachteiligte Regionen und Quartiere – Jedes Kind ist exzellent

… ganz egal, auf welche Schule es geht. Leider besuchen oftmals junge Menschen mit dem größten Unterstützungsbedarf die Schulen mit der schlechtesten Ausstattung. Das will ich ändern! Mit einem „Förderprogramm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren“ sollen diese besonders gefördert werden. Was ist dafür zu tun?

  • Mit einem Bundesmodellprogramm könnten jährlich 400 Millionen Euro in Schulen mit besonderen Herausforderungen investiert werden. Grundlage sind Sozialindizies, die sich an der sozialen Wirklichkeit der Schulen und deren Einzugsgebiet orientieren.
  • Mit dem Programm sollen multiprofessionelle Teams in den Schulen etabliert werden. Damit werden Lehrkräfte entlastet, individuelle Förderung verbessert, systematische Präventionsarbeit möglich und Lernlücken geschlossen. Zudem fokussiert das Programm die Sprachförderung, also etwa Deutsch als Zweitsprache oder die Alphabetisierung.
  • Nachhaltige Wirkung entfaltet ein solches Programm, wenn es flankiert wird, etwa mithilfe einem umfassenden und qualitativ hochwertigen Ausbau von Ganztagsschulen, einer verbesserten digitalen Grundausstattung oder mehr familienunterstützenden Angeboten an den Schulen.
  • Daneben müssen wir die Kommunen wieder in die Lage versetzten, als Schulträger für gute Schulen sorgen zu können. Dafür wollen wir den Kommunalinvestitionsförderfonds verlängern und aufstocken sowie mittels einer Gemeindefinanzreform das Problem der kommunalen Altschulden lösen.

Lernen aus der Corona-Krise – Veränderungsschub nutzen, Bildungsgerechtigkeit sicherstellen

Die Covid-Pandemie und die damit einhergehenden Schulschließungen habe unser Bildungssystem hart getroffen sowie bestehende Probleme verschärft und für alle deutlich gemacht. Vor allem die Bildungsungerechtigkeit, die sich mit jedem Tag ohne Unterricht verschärft, und die verschlafene Digitalisierung, die einen Wechsel in den Fernunterricht vielerorts unmöglich gemacht hat, traten schmerzlich zu tage. Der aktuelle Bildungsföderalismus erweist sich als wenig leistungsfähig, krisenresilient und zukunftsorientiert.

Auf der einen Seit muss also Digitalisierung im Bildungswesen konsequent voran gebracht werden. Dazu braucht es

  • eine digitale Grundaussstattung für alle Schulen,
  • Unterstützung der Schulen beim IT-Support, Datenschutz und IT-Sicherheit,
  • eine Bundeszentrale für digitale und Medienbildung, die für Lehrkräfte eine niederschwellige Anlaufstelle wird, um Informationen zu geeigneter Ausstattung, pädagogische Unterstützung und qualitätsgeprüftes Lernmaterial für den digitalen Unterricht zu finden,
  • einen flexibleren Digitalpakt Schule und dessen Absicherung mithilfe eines Digitalpakts Plus.

Und auf der anderen Seite bedarf es dringend mehr Anstrengungen für Chancengerechtigkeit unabhängig vom Elternhaus. Wichtig sind hier Schritte wie

  • ein Aufholprogramm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren (siehe oben),
  • die Versorgung mit digitalen Endgeräten auch und gerade für junge Menschen aus Familien in Transferleistungsbezug,
  • einen qualitativ hochwertigen Ausbau von Ganztagsschulen inklusive eines Rechtsanspruches auf einen Platz im Grundschulalter,
  • Lernplätze für Schüler*innen in öffentlichen Einrichtungen mit stabilem WLAN einzurichten.

Leider sind viele Schulen baulich in einen miserablen Zustand; der Investionsstau beträgt dort über 40 Milliarden Euro. Deshalb fordere ich zusätzlich die Förderung von mobilen Luftfiltergeräten in Klassenräumen, damit so viel Präsenzunterricht wie möglich stattfinden kann. Die Mittel werden nach Bedürftigkeit verteilt und nicht nach dem Königsteiner Schlüssel, der Bildungsungerechtigkeiten noch verstärkt.

DOWNLOAD: Antrag “Lernen aus der Krise – Ein Update für die Schulen” 

Die Schulschließungen in den Corona-Lockdowns treffen und trafen diejenigen am stärksten, die eh die ungünstigsten Start- und Bildungschancen haben. Daher habe ich zu Beginn des ersten Lockdowns gemeinsam mit Robert Habeck Ideen entwickelt, wie der Bildungskrise schnell und unkompliziert begegnet werden könnte:

  • Neue Wege zulassen, um Kinder und Jugendliche pädagogisch zu begleiten;
  • Betreuung in den Kitas ausweiten, gerade für Kinder mit Unterstützungsbedarf, in schwierigen sozialen Situationen oder von Alleinerziehenden;
  • Lehrkräfte sollten den Kontakt zu Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf intensivieren – digital, telefonisch, aber auch persönlich;
  • Alle Kinder brauchen für das digitale Lernen geeignete Endgeräte;
  • Die Schulschließung darf sich nicht negativ auf die Bewertungen niederschlagen; die Einhaltung der Lehrpläne ist nicht wichtiger als die Chancengerechtigkeit;
  • Gerade an Schulen mit besonderen Herausforderungen sollten Mentoring- und Tutoren-Programme ausgebaut werden, um eine angemessene Betreuung zu gewährleisten.

      Schlüsselkompetenz Digitales – Bundeszentrale für digitale und Medienbildung

      Aus meiner persönlichen Erfahrung als Lehrerin und Schuladministratorin weiß ich um die Bedenken und Berührungsängste so mancher Kolleg*innen mit digitalen Tools oder der Schwierigkeit, geeignetes digitales Lernmaterial zu finden und richtig einzuschätzen. Dies hat mich bereits vor der Pandemie dazu bewogen, das Konzept einer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung zu entwickeln und meine Fraktion davon zu überzeugen. Mit ihr möchte ich einen Aufbruch für mehr Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Informatik und Medien erreichen. Es gibt Fragen, die immer wieder auftauchen und auf die wir vertrauenswürdige und allgemeingültige Antworten geben sollten und wollen:

      • Wie bewege ich mich sicher im Netz?
      • Wie schütze ich meine Daten vor Missbrauch?
      • Wie kann ich den digitalen Wandel mitgestalten oder
      • wie begleite ich mein Kind oder Schüler*in sicher in einer Welt, in der sich Analoges und Digitales immer stärker vermischt?

       

      Die zu schaffende Bundeszentrale für digitale und Medienbildung soll

      • als Bund-Länder-Projekt eine Online-Plattform bilden, auf der bestehende Angebote geprüft, zusammengefasst und nutzer*innenfreundlich präsentiert werden;
      • Lehrkräften Beratungs- und Weiterbildungsangebote machen und vermitteln;
      • den Austausch von Expert*innen ermöglichen und fördern;
      • mit jährlich 10 Millionen Euro das Dach bilden, unter dem sich die vielen bestehenden Angebote versammeln und präsentieren können;
      • mit der Marke „Bundeszentrale“ Vertrauen schaffen und die Reichweite für die Angebote erheblich steigern.

      DOWNLOAD: Antrag: “Bundeszentrale für digitale und Medienbildung”

       

      Bildungschancen durch längeres gemeinsames Lernen – Mehr Ganztagsbildung in der Grundschule

      Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule vor, doch umgesetzt ist dieser noch immer nicht. Dabei ist klar, dass längeres gemeinsames Lernen ungleiche Startchancen ausgleichen kann – wenn die Qualität stimmt. Und genau dafür mache ich mich stark. Damit junge Menschen bestmöglich gefördert werden und Familien frei entscheiden können, wie sie Arbeit und Betreuung organisieren.

      Was braucht es also für eine gute und gewinnbringende Ganztagsbeschulung?

      1. Einen Rechtsanspruch auf einen Platz an fünf Tagen in der Woche und über jeweils mindestens neun Stunden, auch Ferien- und Randzeiten gehören abgedeckt.
      2. Einen geeigneten Fachkraft-Kind-Schlüssel sowie Mindestvorgaben für die Qualifikation der Fachkräfte.
      3. Eine Qualifizierungsoffensive für mehr pädagogisches Fachpersonal an Schulen und in Horten. Dazu muss der Erzieher*innen-Beruf attraktiver, Weiterbildung einfacher und Aufstiegsmöglichkeiten selbstverständlicher werden.
      4. Schulentwicklungsprozesse müssen professionell unterstützt und dabei die Jugendhilfe auf Augenhöhe eingebunden werden.
      5. Die nötigen Investitions- und Betriebskosten müssen fair zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt werden, am besten auf Basis eines modernen und kooperativen Bildungsföderalismus.

      DOWNLOAD: Antrag “Zeit für mehr – Recht auf gute Ganztagsbildung im Grundschulalter umsetzen” 

       

      Mehr Kooperation wagen – Chancen der Zusammenarbeit nutzen und ausbauen

      Es hat keiner Virus-Pandemie bedurft, um festzustellen, dass unser Bildungsföderalismus weder leistungsfähig noch krisenfest ist. Für den Digitalpakt wurde das Grundgesetz zwar geändert, aber die große Chance versäumt, das anachronistische Kooperationsverbot abzuschaffen. So haben wir bis heute die unbefriedigende Situation, dass die Kultusministerkonferenz den kleinsten gemeinsamen Nenner verwaltet statt mutig Chancengerechtigkeit herzustellen. Gleichzeitig legt die Bundesbildungsministerin Karliczek ihre Hände in den Schoß legt und erklärt sich für nicht zuständig. Ich kann und werde mich nicht mit Sonntagsreden zufrieden geben, in denen der Wert von Bildung stark gemacht wird, während sich politisch seit Jahren kaum Besserung einstellt.

      Ich möchte,

      • dass endlich sieben Prozent der Wirtschaftskraft in die Bildung investiert werden, wie es 2008 von der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten verabredet wurde.
      • dass Bund und Länder endlich den Rahmen des Grundgesetzes so erweitern, dass wirkliche Kooperation möglich ist. Das KooperationsVERbot muss zu einem KooperationsGEbot werden.
      • dass mit einem Aufholprogramm für Schulen in benachteiligten Quartieren und Regionen multiprofessionelle Teams an Schulen Normalität werden und der Bildungserfolg endlich von der Herkunft entkoppelt wird.
      • dass es eine gemeinsame Kraftanstrengung gibt, einen qualitativ hochwertigen Rechtsanspruch auf Ganztag im Grundschulalter zu realisieren.
      • dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Demokratielernen und Partizipation selbstverständliche Teile des Lehrens und Lernens werden.

      SWR-Interview zum Bildungsförderalismus:

       

      DOWNLOAD: Antrag „Mehr Kooperation wagen“ 

       

      fridays for future & Co. – Demokratie muss erlernt und Partizipation ermöglicht werden

      Ja, die aktuellen Klimaproteste einer starken jungen Generation imponieren mir. Und so manche Politikerkolleg*in macht es sich noch immer sehr einfach, diese mit jugendlicher Rebellion abzutun. Für mich sind sie vielmehr Ausdruck einer funktionierenden Demokratie und eines festen Glaubens an Veränderung. Viele tausende junge Menschen wollen gehört werden und nehmen es nicht länger hin, dass durch politische Untätigkeit ihre Zukunft verspielt wird. Doch Beteiligung vor Ort ist noch immer zu oft vom Wohlwollen Einzelner abhängig, dabei brauchen wir breite und verlässliche Mitwirkungsmöglichkeiten für alle. Das gilt gerade auch für die Schulen, in denen junge Menschen eine Großteil ihrer Zeit verbringen. Ich möchte diese zu lebendigen Werkstätten der Demokratie machen.

       

      Hierzu habe ich konkrete Vorstellungen:

      1. Das Wahlalter auf 16 Jahre senken.
      2. Kinderrechte ins Grundgesetz
      3. Einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jungendbeteiligung auflegen.
      4. Politische Bildung in der Schule stärken.
      5. Schulen zu Orten der Werte- und Demokratieerziehung
      6. Beteiligung und Mitbestimmung zum Leitprinzip von Bildungseinrichtungen machen.
      7. Einen „Jugend-Check“ für alle Gesetzgebungsverfahren einführen.

      DOWNLOAD: Antrag „Junge Menschen beteiligen – Partizipationsrechte stärken, Demokratiebildung fördern“

      Keine Zeit verlieren – Bildungspolitischer Aufbruch jetzt

       

      Die Bildungsforschung zeigt immer wieder und eindeutig: Bildung macht gesund, zufrieden und stärkt das demokratischen Gemeinwesen. Aber leider gehört zu den wiederholten Diagnosen immer wieder: In kaum einem anderen Industrieland ist der Bildungserfolg so eng an die soziale Herkunft gekoppelt. So werden individuelle Chancen wegen struktureller Ungleichheit verwehrt, statt Bildungsaufstieg zu ermöglichen und Talente ausnahmslos zu fördern.

       

       

       

      Den Nationalen Bildungsbericht von 2018 habe ich zum Anlass genommen, um in einem Antrag zu beschreiben, wie ich mir verantwortungsvolle Bildungspolitik von der Kita über Schule, Ausbildung und Uni bis zum lebensbegleitenden Lernen vorstelle und was es für einen bildungspolitischen Aufbruch braucht:

      • Für mehr Bildungsgerechtigkeit brauchen wir eine Reform des Bildungsföderalismus, um Kooperation auf Dauer und Augenhöhe zu realisieren, und kraftvolle Anstrengungen, um endlich sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung zu investieren.
      • Dem pädagogischen Fachkräftemangel wollen wir mit einer umfassenden Qualifizierungsoffensive für mehr pädagogisches Fachpersonal an Kitas und Schulen begegnen.
      • Mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen wir auch durch längeres gemeinsames Lernen. Dafür sind Ganztagsschulen an allen Schulformen auszubauen, um ein flächendeckendes Angebot garantieren zu können.
      • Neben den Ganztagsschulen brauchen diejenigen Schulen gezielt Unterstützung, die mit vielfältigen Problemlagen umgehen müssen. Das heißt: Ungleiches wird ungleich behandelt. Unser Aufholprogramm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren zeigt, wie es gehen kann.
      • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt entscheidende Zukunftskompetenzen und muss zum Leitprinzip aller Bildungsinstitutionen werden.
      • Wir brauchen mehr Tempo und Anstrengungen, um unser Bildungssystem konsequent inklusiv umzubauen, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention bereits seit Jahren vorgibt.

      DOWNLOAD: Antrag „Nationaler Bildungsbericht 2018 – Zeit für einen bildungspolitischen Aufbruch“

       

      Wenn das Analoge mit dem Digitalen verschmilzt – Gutes Aufwachsen heute

      Die Lebenswelt junger Menschen ist mehr und mehr digital. Bereits 95 Prozent der 12-Jährigen besitzen ein Smartphone. Mir ist es wichtig, dass junge Menschen die Digitalisierung für sich nutzen können und vor Risiken geschützt werden. Denn die Rechte von Kindern auf Teilhabe, Förderung und Schutz müssen heute ins Digitale übertragen und mit Leben gefüllt werden. Dazu habe ich federführend in der Fraktion ein Positionspapier erarbeitet, das mit einem breiten Blick umfassende Handlungsbedarfe skizziert:

       

       

      • Kinder brauchen Geräte, Zugänge und Kompetenzen, um digital partizipieren zu können. Daher muss das soziokulturelle Existenzminimum Teilhabe in der analogen wie auch digitalen Welt garantieren.
      • Den Schulen kommt bei der Vermittlung von Kompetenzen eine Schlüsselrolle zu. Diese umfasst Medienumgang, Datenschutz, Quellkompetenz ebenso wie Coding und Experimentieren. Dafür braucht es pädagogische Konzepte auf der Höhe der Zeit, datensichere Lernumgebungen, passende Hard- und Software – kurzum: ein leistungsfähiges digitales Fundament für alle Schulen.
      • Daneben sollten Pädagog*innen daran arbeiten, den gendergap zu verringern und Mädchen gezielt zu unterstützen. Vorgefertigte und längst überholte Geschlechterstereotype gilt es zu hinterfragen und zu überwinden.
      • Eine Bundeszentrale für digitale und Medienbildung eröffnet die große Chance, Lehrkräften und allen Interessierten Orientierung zu geben in der Fülle digitaler Angebote. Sie könnte medien- und digitalpädagogische Angebote prüfen, bündeln und vermitteln sowie digitale Kompetenzen So gäbe es ein niederschwelliges Angebot, das Vertrauen genießt und bestehenden Angeboten zu mehr Reichweite verhilft.
      • Um die Digitalisierung der Schulen nachhaltig und gewinnbringend zu nutzen, brauchen wir einen Kultur- und Wertewandel – Lehrkräfte werden zu Lernbegleitenden und die Schulen erhalten mehr Autonomie. Voraussetzung dafür sind professionell begleitete und unterstützte Schulentwicklungsprozesse.
      • Ob analog oder digital: Technik folgt der Pädagogik. Die Pädagogik steht im Mittelpunkt, das Lernmittel wird daran ausgerichtet. Digitale Tools machen den Unterricht nicht automatisch besser, können ihn aber entscheidend bereichern, interaktiver und motivierender machen.
      • Damit die Chancen der Digitalisierung didaktisch sinnvoll genutzt werden können, müssen die Lehrkräfte intensiv aus- und weitergebildet werden. Und IT-Fachpersonal gehört selbstverständlich an jede Schule.
      • Offene Lernmaterialien – sogenannte Open Educational Ressources (OER) – bieten große Lehr- und Lernoptionen ohne Unternehmensinteressen. Diese sollten besser und nachhaltiger gefördert und zentral präsentiert werden.

      DOWNLOAD: Positionspapier „digital natives? Aufwachsen in der vernetzten Welt“ 

       

      In dieser Wahlperiode konnte ich viele Themen anschieben und notwendige Veränderungen skizzieren. Im Fokus standen und stehen die Bewältigung der Pandemie mit der Sicherung des Rechts auf Bildung, die Digitalisierung, die endlich an Fahrt aufnehmen muss und die Chancengerechtigkeit, um Bildungs- und Lebenschancen endlich von der Herkunft zu entkoppeln.

       

       

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      Das „ Sofortausstattungsprogramm“ aus dem Corona-Hilfspaket II der Bundesregierung wurde in kaum einer anderen Region Deutschlands so schnell und reibungslos umgesetzt, wie im Landkreis Heidenheim. Dies nahm Margit Stumpp (MdB) zum Anlass, sich vor Ort darüber zu...

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      Mit der “Bundeszentrale für digitale und Medienbildung” wollen wir einen Aufbruch für mehr Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Informatik und Medien initiieren. 

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      Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung muss endlich kommen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele zentral, um ihre Kinder vor Armut zu schützen. Lesen Sie meine Forderungen!

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      In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung, Fake News und Filterblasen ist es gebotener denn je, unsere jungen Menschen zu unterstützen und begleiten, zu mündigen, kritischen und engagierten Bürger*innen werden zu können.

      zwd-Gastbeitrag: Von Königstein zu Chancengerechtigkeit

      In meinem Gastbeitrag mache ich deutlich, dass der Königsteiner Schlüssel für die Chancengleichheit ungeeignet ist. Wer es ernst meint, muss endlich nach Bedarf finanzieren statt per Gießkanne.

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      Für elf Jahren riefen die Ministerpräsident*innen und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden die “Bildungsrepublik” aus. Zentrales Ziel war es, 7% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in die Bildung zu investieren. Dies wird bis heute nicht erreicht.