Zur Veröffentlichung der 21. TK-Marktanalyse des vatm erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik und Expertin für digitale Infrastruktur:
 
“Diese Woche wurde die 21. TK-Marktanalyse Deutschland 2019 vorgestellt, die Ergebnisse einer Befragung der Mitgliedsunternehmen des Telekommunikationsverbandes vatm. Im Mobilfunkbereich ist es erstaunlich, dass die Mehrzahl der SIM-Karten in Deutschland (59,2 %) nur 2G und 3G-Netz nutzen und nur 40,8 % das schnellere 4G/5G-Netz. Den LTE-Standard gibt es in Deutschland bereits seit 2010. Trotzdem surfen der Großteil der Kundinnen und Kunden immer noch im langsameren 3G-Netz oder können oft lediglich telefonieren und SMS schreiben.
 
Im Festnetz-Bereich zeigt die Analyse, dass 94% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Breitband-Anschluss mit einer Empfangsdatenrate von  mindestens 6 bis maximal 16 MBit/s nutzen. Das ist besonders interessant, wenn man sich aktuelle Daten des Breitbandatlas der Bundesregierung anschaut: Die Bandbreite 6 bis 16 MBit/s sind im ländlichen Raum nur für 77,6% der Kundinnen und Kunden in Deutschland verfügbar (https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/DG/breitband-verfuegbarkeit-ende-2018.pdf?__blob=publicationFile Grafik auf S. 4). Eine Bandbreite, die von 94% der Kunden tatsächlich genutzt wird, muss im ganzen Land verfügbar sein, vor allem auch in ländlichen Regionen, damit gleichwertige Lebensverhältnisse nicht nur in der Theorie existieren, sondern Realität werden.”