Vergangene Woche war ich im Rahmen meiner Klappstuhl-Tour viel im Wahlkreis unterwegs. Besonders an regionalem Klimaschutz waren die Bürger*innen interessiert. Die nächsten Klappstuhl-Treffen finden am 18. September um 12:30 im Archäopark Niederstotzingen und um 15:30 Uhr in Westhausen auf dem Parkplatz vor dem Freibad statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Am Mittwoch ging’s in Oberkochen los. Hauptthema des Dialogs mit den Bürger*innen war das geplante Gewerbegebiet Süd III. Die Anwesenden äußerten sich sehr skeptisch im Hinblick auf die zunehmenden Extremwetterereignisse. Sie wünschten sich ein aktiveres Suchen nach alternativen Flächen, denn gewachsene und als Grünzug ausgewiesene Flächen sollten, ihrer Meinung nach, in Zukunft nicht versiegelt werden. Ich betonte, der oft zügellose Flächenverbrauch muss kritisch hinterfragt werden. Es braucht einen effizienten und verdichteten Bau von Industrieflächen.

Anschließend ging es nach Unterkochen, dort  stand der geplante Bau eines Kreisels in der Kreuzung Heidenheimer-Straße / Ebnater-Straße im Mittelpunkt der Diskussionen. Viele anwesenden Bürger*innen sprachen sich gegen den Bau dieses Kreisels aus. Ich bin überzeugt, statt neuen Infrastrukturprojekten zu Gunsten des emissionsreichen Individualverkehrs müssen nachhaltige Konzepte umgesetzt werden. Besonders der Radverkehr sowie die ÖPNV-Anbindungen müssen gefördert werden. Weitere Zwischenstopps am Mittwoch waren Waldhausen und Ebnat.

Am Donnerstag war ich in Königsbronn und den Teilorten Itzelberg, Ochsenberg und Zang unterwegs. Auf die Frage eines Bürgers machte ich deutlich, dass eine wirksame Klimapolitik möglich ist. In China und den USA wird das Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz angesichts der massiven Umweltschäden immer größer. Weshalb ich überzeugt bin, auf die Klimakrise können globale Antworten gefunden werden. Die Politik muss aber endlich damit anfangen. Bei vielen Besuchen in regionalen Unternehmen, wird immer wieder deutlich, auf dem Weg zur Klimaneutralität sind viele Unternehmen der schwarz-roten Bundesregierung oft weit voraus. 

Am Freitag ging die Klappstuhl-Tour in den Aalener Wohngebieten weiter. Mit vielen Interessierten sprach ich über nachhaltige Mobilität und die dafür notwendige Infrastruktur in Aalen. In den letzten 30 Jahren hat der Automobilverkehr enorm zugenommen, dementsprechend sind unsere Straßen meist nicht mehr für einen sicheren Radverkehr gemacht. Es muss mehr sichere Radwege geben. Auch das Mehrgenerationenprojekt „GeniAAL“ im Wohngebiet Schlachäcker/Grauleshof habe ich besucht. Das Projekt ist ein tolles Beispiel wie der schwierigen Bau- und Wohnsituation sozial und nachhaltig entgegengewirkt werden kann. Eben solche Projekte wollen wir Grüne stärker fördern.

Bevor ich mit am Samstag mit der Schlossberginitiative getroffen habe, war ich in Westhausen. Dort haben wir vor allem über Kommunalpolitik und das so wichtige Ehrenamt gesprochen. Mit der Schlossberg-Initiative in Heidenheim habe ich das Areal auf dem Schlossberg besichtigt und das städtebauliche Entwicklungskonzept angeschaut. Die Schlossberg-Initiative setzt sich gegen eine weitere Bebauung des Schlossberges sowie gegen die Rodung des dortigen Waldes ein. Aus meiner Sicht ist eine Bebauung des dortigen Areals ökologisch sinnvoller als eine Bebauung bisher nicht erschlossener Flächen, die im Zweifelsfall komplett neu gerodet werden müssen. Dennoch muss der Flächenverbrauch auf dem Schlossberg mit verdichtendem Bauen effizient angegangen werden, denn der Naturraum soll bestmöglich erhalten bleiben. Zudem müssen analog zum Bebauungskonzept kluge ÖPNV-Konzepte mitgedacht werden, um zunehmenden Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken und die Lebensqualität auf dem Schlossberg zu erhalten. Auch die sozialen Aspekte sind sehr wichtig, im Angesicht der schwierigen Wohnmarktsituation und der horrenden Mietpreise – auch in Heidenheim –  kann eine Bebauung des Schlossbergs nur sozial gerecht erfolgen, weshalb es einen deutlichen Anteil an Sozialwohnungen geben muss.

Am Sonntag ging es zum letzten Stopp der vergangenen Woche. In Ellwangen diskutierte ich mit Interessierten über Erneuerbare Energien, welche als zentraler Bestandteil des Klimaschutzes deutlicher ausgebaut und gefördert werden müssen. Das hat die Bundesregierung bisher verschlafen.  Anstelle der bisherigen EEG-Umlage sollen aktuell klimaschädliche Subventionen in klimafreundliche Modelle wie Erneuerbare Energien fließen, damit wird der Strompreis billiger, der Ausbau aber dennoch gefördert.