Zum heutigen Prozesstag gegen Meşale Tolu habe ich folgendes erklärt:

„Die Staatsanwaltschaft beantragt den Freispruch von Meşale Tolu von allen Anklagepunkten aufgrund des Mangels an Beweisen. Ihr Ehemann soll der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung freigesprochen, aber wegen Terrorpropaganda schuldig gesprochen werden. Die Anwälte von Meşale Tolu haben den Antrag der Staatsanwaltschaft, der ihnen erst gestern zugegangen ist, angenommen. Die Fortsetzung des Prozesses und die Urteilsverkündung wurde auf den 24. Dezember vertagt. Der heutige Tag zeigt, dass die Staatsanwaltschaft mit den Anklagen vier Jahre lang massiven Druck und Repressionen gegen die Angeklagten ausgeübt hat, ohne stichhaltige Beweise für die Anklagen zu haben. Die lange Untersuchungshaft unter schwierigsten Bedingungen war nie gerechtfertigt und völlig unangemessen. Ich bin natürlich sehr froh über den beantragten Freispruch von Meşale Tolu, allerdings ist auch dieser Prozess unrechtmäßig und eine Schikane gegen politisch Andersdenkende. Der Freispruch von Meşale Tolu wiegt weder ihre verlorene Lebenszeit noch die erlittenen Traumata der ganzen Familie, vor allem ihres kleinen Sohnes oder die damit verbundenen existenziellen Sorgen auf.“