Zur Veröffentlichung des Jahresberichts 2020 von Reporter ohne Grenzen erkläre ich als medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim:

“Journalistinnen und Journalisten sind nicht nur im Ausland, sondern zunehmend auch in Deutschland Einschüchterungen und Gewalt ausgesetzt. Gerade bei Demonstrationen des rechten politischen Spektrums werden Medienschaffende oft beschimpft und körperlich angegangen, dazu gibt es eindeutige Zahlen von Journalistinnenverbänden und der Bundesregierung. Letztere will trotz dieser harten Fakten nicht einmal eine zunehmende Feindseligkeit in Teilen der Bevölkerung gegenüber Medien erkennen. Auch dieser ignoranten Haltung ist es anzurechnen, dass Deutschland in der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen erstmals aus der Spitzengruppe auf Rang 13 abgerutscht ist. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen ist es umso wichtiger, dass es wenigstens tatkräftigte und engagierte Nichtregierungsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen gibt. Die Organisation leistet auch jetzt bei der Rettung afghanischer Journalistinnen hervorragende Arbeit, während die Bundesregierung ihrer besonderen Verantwortung kaum gerecht wird.”