Mein dreimonatiges Praktikum von Anfang April bis zur letzten Sitzungswoche im Juni liegt hinter mir. Zurück schaue ich auf drei Monate voller neuer Erlebnisse und Arbeiten, transparenzschaffender Erkenntnisse und Bestätigung für die Wichtigkeit politischen Engagements.

Nach diesen Monaten kann ich es jeder politisch bewegten Person sehr nahelegen, sich für ein Praktikum im Büro einer Abgeordneten zu bewerben. Interne Einblicke, die so manches verständlicher machen, der Austausch über aktuelle Plenardebatten und bereichernde Begegnungen warten darauf, in Berlin erlebt zu werden.

Vielfältiges Arbeiten: Bildung, Digitales, mehr als „Praktikant*innen-Aufgaben“

Da ich selbst erst im vergangenen Jahr, im ersten „Corona-Jahrgang“, mein Abitur geschrieben habe, waren für mich die Einblicke in bildungspolitische Fragen und Diskussionen besonders spannend. So konnte ich viel gewonnenes Wissen über Inklusion, echte Chancengerechtigkeit und verfassungsrechtliche Grundlagen für eine Modernisierung des Föderalismus hin zur Neugestaltung des herrschenden Föderalismus mitnehmen. Die Vorbereitung von Veranstaltungen, das Erstellen von Website Beiträgen und die Teilnahme an verschiedenen Sitzungen (des AK V, der AG Bildung, an Fachgesprächen) haben mir einen ausführlichen Einblick in die vielen Stellschrauben des Themas gegeben, das, obwohl eine „Ländersache“, auch auf Bundesebene wirklich spannend ist.

Zu meinen Aufgaben gehörte zudem die Einarbeitung in Anträge oder Studien, das Erstellen und Überarbeiten von Präsentationen und Sharepics für Social Media sowie die Beantwortung von Bürger*innen-Anfragen zu vielfältigen Themen.

Dabei habe ich auch einen Zugang zu ganz neuen Themenfelder gefunden. Die Notwendigkeit eines schnellen Breitbandausbaus, für den sich Margit stark macht, konnte ich letztlich durch regelmäßiges Homeoffice selbst erleben.

Nah am Geschehen trotz Homeoffice

Natürlich war es schade, bekannte Gesichter und Entscheidungsträger*innen nicht in persona erleben zu können. Doch bereits die Möglichkeiten an Fraktionssitzungen teilzunehmen oder den MdBs bei Veranstaltungen kritische Fragen zu stellen, hat mir ein Bild der Arbeitsweise der Fraktion vermittelt, die mich begeistert.

Daneben machten auch die technischen Missgeschicke, die jedem einmal unterlaufen, deutlich, dass die Abgeordnete im Bundestag, so fern sie und das politischen Berlin einem manchmal erscheinen, doch vor allem Menschen mit einem sehr gefüllten Terminkalender sind, mit denen man toll diskutieren kann.

Dass mir die Arbeit so viel Freude bereitet hat und die Zeit meines Praktikums gefühlt viel zu schnell verflogen ist, lag mit großer Sicherheit auch an dem so offenen und lebendigen Team in Margits Büro. Ich hatte das Gefühl, sehr in die interne Arbeit eingebunden zu werden und dass immer jemand ein offenes Ohr bei Fragen jeglicher Art für mich hatte. Dafür möchte ich mich bei euch Margit, Kai, Lydia, Julian, Ben, Yannik, Kathrin und Gabi nochmals von Herzen bedanken.