Heute stellte Minister Andreas Scheuer die „Gamesstrategie“ der Bundesregierung vor. Nachdem in den vergangenen Jahren die Computerspieförderung immer wieder auf der Kippe stand, wäre dies ein längst überfälliges Signal an die Branche. Allerdings macht der „Ankündigungsminister“ Scheuer seinem zweifelhaften Ruf wieder alle Ehre. Die vier Handlungsfelder der „Gamesstrategie“ wirken nicht sehr innovativ oder gar überraschend. Die Bundesregierung möchte Deutschland als Leitmarkt für Games etablieren, die Computerspielproduktion unterstützen, Innovationen stärken und Potenziale für die Gesellschaft ausnutzen. Alles nett klingende Phrasen, die wir so oder ähnlich bereits öfter von Scheuer und Digitalministerin Dorothee Bär gehört haben. Wichtig wäre, dass auf die wohlklingenden Ankündigungen Taten folgen, die bei der Branche sowie den Gamerinnen und Gamern ankommen. Die Einrichtung eines Games-Referats im Verkehrsministerium ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Strategie sinnvoll und effektiv umgesetzt wird. Nachdem die Branche in der Corona-Zeit bereits beträchtliche Zugewinne verbuchen konnte, ist entscheidend, dass die Branche auch weiterhin innovativ an der Entwicklung von Spielen arbeiten kann. Die Computerspielförderung muss so unbürokratisch und zügig wie möglich organisiert werden. Und: Der Jugendmedienschutz sollte stets mitgedacht werden.