Zum heute veröffentlichten Datenreport 2021 über ungleiche Lebensbedingungen und die Folgen von Corona erkläre ich, als Sprecherin für Bildungspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

“Der aktuelle Datenreport zeigt einmal mehr, wie stark hierzulande der Bildungserfolg an das Elternhaus gekoppelt ist, und dass die Pandemie diese Ungleichheit noch verstärkt hat. Hier müssen statt endlos wiederholter Lippenbekenntnisse endlich Taten folgen:

Das Recht auf Bildung ist nicht verhandelbar und muss auch in der Pandemie eingelöst werden. Das heißt, wir müssen die Mehrbedarfsregelung im SGB II so anpassen, dass jedes Kind einen Laptop zum Lernen hat, damit ungleiche Startchancen nicht noch vergrößert werden.

Die Lernrückstände aus den Schulschließungen müssen systematisch erfasst und mithilfe von Lernpaten oder Mentorinnen kontinuierlich abgebaut werden. Das wird nicht nebenbei zu schaffen sein, sondern braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten, damit die Coronakrise nicht zu einer dauerhaften Chancenkrise wird.

Daneben müssen wir die Schulen gezielt und spürbar unterstützen, die unterschiedliche Problemlagen bewältigen müssen. Mit einem Förderprogramm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren sollten multiprofessionelle Teams etabliert werden, die Lehrkräfte unterstützen und individuelle Förderung ermöglichen.”