Zur Situation der Schulen in der Pandemie erkläre ich als bildungspolitische Sprecherin der Grünen:

“Seit April letzten Jahres fordern wir, das Recht auf Bildung zu sichern. Dazu gehören u.A. ein Stufenplan, der einen Maßnahmenkatalog entlang mehrerer Indikatoren definiert. Dabei sind bundesweit einheitliche Regeln Grundlage, die entsprechend des jeweiligen regionalen Infektionsgeschehens umgesetzt werden. Die Nutzung von außerschulischen Lernräumen und das Finanzieren zusätzlichen pädagogischen Personals, damit Abstände eingehalten und Klassen in kleiner Gruppen aufgeteilt werden können, die finanzielle Förderung von mobilen Luftreinigungsgeräten und die Basisdigitalisierung aller Schulen, damit Kinder im Wechselunterricht und bei Schließungen erreicht werden können.


Inzwischen ist auch das Vorziehen des Personals von Schulen und Kitas in die Impfgruppe 2 sowie das strategische umfassende Testen, im Notfall mit Quarantäne,  vor Ort als Maßnahmen verfügbar. Leider sind unsere Anträge dazu bisher ungehört verhallt. Immer noch sind Schulen auf die Initiativen vor Ort und der Länder angewiesen. Selbstbestimmtes Agieren: Fehlanzeige. Im Sinne des Rechts auf Bildung und der zunehmenden Belastung von Familien und Kindern und Jugendlichen, die sich inzwischen stark auf die psychische Gesundheit auswirken, ist es wichtig, Schulen und Kitas so lange wie möglich offen zu halten. Dazu muss der Besuch der Einrichtungen mittels aller vorhandenen Maßnahmen so lange wir wie möglich unter Einhaltung der Regeln aufrecht erhalten werden. Sollten die Infektionszahlen vor Ort massiv steigen, sind Schließungen unvermeidbar.”


Das Statement ist zuerst in der Augsburger Allgemeinen erschienen.