Die OECD hat heute die Ergebnisse ihrer Umfrage zum „Zustand der Schulen nach einem Jahr Pandemie“ veröffentlicht. Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik meiner Fraktion:

“Die aktuellen Ergebnisse der OECD zur Situation an Schulen sind so erschreckend wie bekannt. Es ist ignorant, die immer gleichen Defizite zu benennen und in Studien bestätigt zu bekommen ohne zu sehen, dass der politische Stillstand endet. Die Union beweist seit 16 Jahren im Bund, dass sie weder willens noch in der Lage ist, für gute Bildung zu sorgen und gerechte Bildungschancen zu garantieren. In der Pandemie führt das dazu, dass sich die soziale Schere immer weiter öffnet, viele junge Menschen nicht mehr erreicht und angesprochen werden und die Digitalisierung der Bildung noch immer nicht annähernd zeitgemäß ist. Diese Versäumnisse verspielen die Zukunftschancen einer ganzen Generation. Dem zu begegnen, bedarf einer kraftvollen gemeinsamen Anstrengung.

Unsere Ideen und Vorschläge liegen seit langer Zeit auf dem Tisch:

Die Priorität des Rechts auf Bildung muss auch politisch umgesetzt werden: Wir brauchen eine Schnelltestgarantie für Schüler*innen und Lehrkräfte, mobile Luftfilter in den Klassenzimmern und einen verbindlichen Stufenplan, der den Schulen Sicherheit und Planungssicherheit gibt.

Alle Schulen brauchen eine digitale Grundausstattung, um modernes Lehren und Lernen sicherzustellen und junge Menschen für eine Welt von morgen zu wappnen. Die Digitalisierung ist und bleibt eine Daueraufgabe, die nicht mit zeitlich befristeten Programmen zu bewältigen sein wird. Wir müssen endlich zusammenkommen, um einen Digitalpakt Plus aufs Gleis zu setzen.

Die kommende Großbaustelle wird der Abbau der coronabedingten Lernrückstände sein, die fundiert, breit und nachhaltig aufgeholt werden müssen. Hierfür müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, etwa über die Programme “Kultur macht stark” und “Menschen stärken Menschen”. Daneben brauchen wir Mentorinnen und Bildungslotsen, indem etwa pensionierte oder Aushilfslehrkräfte, Masterstudierende oder Freiwillige mit pädagogischer Erfahrung geworben werden. Mit einem flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit sollten die Anstrengungen flankiert werden.”

Weitere Vorschläge habe ich in meinem Antrag “Wege aus der Bildungskrise – Zukunftsperspektiven für unsere Kinder sichern” vorgelegt.