Heute wurde ein 12-Punkte-Papier veröffentlicht zum souveränen Umgang von jungen Menschen im Internet. Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungs- und Medienpolitik:

„Der Megatrend Digitalisierung ist gerade bei jungen Menschen zentral, das Internet und digitale Anwendungen ein Lebensmittelpunkt. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Teilhabe, Förderung und Schutz – auch im digitalen Raum, doch der Staat wird dieser Verantwortung nicht überall gerecht. Was ist zu tun?

Das Recht jedes Kindes auf Teilhabe können wir sicherstellen, indem wir den „digital divide“ überwinden, also dafür sorgen, dass alle jungen Menschen Geräte, Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten für eine gleichberechtigte Teilhabe bekommen. Die Digitalisierung der Schulen muss vorangetrieben werden; das umfasst sowohl die technische Ausstattung und Administration als auch die Vermittlung digitaler Fähigkeiten wie Medien-, Datenschutz oder Quellkompetenz. Schulen brauchen dauerhafte Ressourcen, um medienpädagogische Gesamtstrategien zu erarbeiten und umzusetzen. Den Erzieher*innen und Lehrkräften kommt eine Schlüsselrolle dabei zu, die Bildungseinrichtungen des 21. Jahrhunderts zu verwirklichen; sie brauchen vielfältige Angebote der medien- und digitalpädagogischen Aus- und Weiterbildung. Eine Bundeszentrale für digitale und Medienbildung könnte hierbei große Unterstützung leisten.

Nicht zu vergessen ist der Schutz der Kinder im Digitalen. Wir brauchen wirksamere Schutzmaßnahmen wie einheitliche Regelungen für unterschiedliche Medienangebote oder verpflichtende sichere Voreinstellungen. Gerade beim Jungendmedienschutz muss es eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern geben, um das Kompetenzwirrwarr aufzulösen.“

Weitergehende Informationen dazu finden sich auch in unserem Fraktionsbeschluss „Digital natives? Aufwachsen in der vernetzten Welt“.