Als bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete für den Wahlkreis Aalen/Heidenheim erkläre ich:

“Die neuen Zahlen zum Digitalpakt Schule sind ernüchternd! Auch wenn es zu begrüßen ist, dass einige benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Endgeräten versorgt werden konnten, kann es nicht zufriedenstellen, dass noch keine zehn Prozent der eigentlichen Digitalpaktmittel abgeflossen sind. Es hakt also weiterhin großflächig an Breitbandanschlüssen für die Schulen, an WLAN und Ausstattung. Das wäre schon ohne Pandemie und Schulschließungen verheerend und vergrößert aktuell die Ungerechtigkeiten Tag um Tag. Wir vergeuden Ressourcen und Talente, lassen Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen im Regen stehen und gefährden die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Hier ist endlich mehr Engagement von der Regierung und den Kultusminister*innen gefordert!

Es liegt auf der Hand, was zu tun ist: Zum einen brauchen wir einen Turbo beim Mittelabfluss, indem wir die bürokratischen Hürden für die Basisdigitalisierung beseitigen und unsere Schulen professionell unterstützen, neben allen Coronamaßnahmen und Alltagsaufgaben ihre Digitalisierung voranzutreiben. Zum zweiten brauchen die Schulen und Schulträger Sicherheit und Verlässlichkeit, wenn sie jetzt große Transformationsprozesse stemmen. Es ist also an der Zeit, einen weiterführenden Digitalpakt Plus auf die Schiene zu setzten, damit die Investitionen nachhaltig Wirkung entfalten können. Und zum dritten müssen die Länder ihrer Pflicht nachkommen, ihre Pädagog*innen für die Daueraufgabe Digitalisierung flächendeckend und intensiv weiterzubilden.”