Zur Studie im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft “RomnoKher”, wonach Sinti und Roma u.a. bei der Bildung stark benachteiligt sind, erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik der Grünen Bundestagsfraktion und Abgeordnete für den Wahlkreis Aalen/Heidenheim:

“Die Benachteiligung von Sinti und Roma sind nur ein Beleg, wie ungerecht unser Bildungssystem ist; es benachteiligt strukturell alle mit geringem sozioökonomischem Status und wenig familiärer Unterstützung. Wir brauchen endlich ein radikales Umdenken, damit diejenigen gezielt gefördert und unterstützt werden, die  schlechtere Startchancen haben. Wir brauchen längere gemeinsame Lernzeiten, diversere Kollegien und eine breite Wertschätzung von Vielfalt in jedem Klassenzimmer.

Die nach wie vor immense Benachteiligung der Angehörigen der Sinti und Roma im deutschen Bildungssystem ist eine bittere Realität. Zu lange hat die Bundesregierung vor den Kontinuitäten und Auswirkungen antiziganistischer Diskriminierung die Augen verschlossen. Die Ergebnisse der Studie zeigen den dringenden Handlungsbedarf. Bildung ist der Schlüssel für gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft. Allgemeine Fördermaßnahmen reichen nicht aus. Mit der nationalen Umsetzung der im vergangenen Jahr von der EU-Kommission beschlossenen EU-Roma-Rahmenstrategie bietet sich jetzt die Chance, endlich Gerechtigkeit und Gleichstellung für die Angehörigen der Minderheit zu schaffen und gezielte Fördermaßnahmen anzubieten. Diese darf die Bundesregierung nicht verstreichen lassen, sondern muss die Ergebnisse der Studie prüfen und in die nationale Strategie einfließen lassen.”


Die Meldung wurde unter anderem von migazin.de aufgegriffen.