Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der aktuellen Sitzung der Kultusministerkonferenz erklärt ich als Sprecherin für Bildungspolitik und Abgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim:

“Ich begrüße das Bekenntnis der KMK zum Recht auf Bildung und die Priorisierung offene Schulen. Doch diesem Bekenntnis muss dann auch endlich ein verbindlicher Stufenplan folgen, der den Schulen Planungssicherheit und Vertrauen zurückbringt und alle Beteiligten – Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen – mit einbezieht. Er war fahrlässig, die Schulen zu öffnen, ohne dies mit einer durchdachten Teststrategie zu flankieren. Wir fordern ein Sofortausstattungsprogramm für Antigen-Schnelltests in Bildungseinrichtungen in Höhe von einer Milliarde Euro, damit Präsenzunterricht auch sicher erfolgen kann.

Ich vermisse bei der KMK das klare Bekenntnis zum Aufholen der pandemiebedingten Lernrückständen. Wir müssen diesen bildungspolitischen Blindflug endlich beenden und ein koordiniertes Forschungsprogramm zur Lernstandserhebung auflegen, um schnell und gezielt helfen zu können. Mit unserem Bildungsschutzschirm weisen wir den Weg – Schulsozialarbeit stärken, Mentoring- und Bildungslotsenprogramme sowie sichere Lernumgebung schaffen.

Frau Karliczek kündigt wieder ein Mal Großes an, doch was passiert danach? Die in Aussicht gestellte Aktionsplan-Milliarde muss schnell kommen und darf kein Strohfeuer bleiben. Wir brauchen eine mittel- und langfristige Perspektive um Bildungschancen für alle zu garantieren. Und wir dürfen nicht den Fehler wiederholen, diese Mittel – so sie denn kommen – wieder über den Königsteiner Schlüssel zu verteilen, sondern müssen dort helfen, wo die Not am größten ist.”