Die OECD hat heute eine neue Teilauswertung zur PISA-Studie veröffentlicht. Untersucht wurde “Lesen im 21. Jahrhundert: Lese- und Schreibkompetenzen in einer digitalen Welt“. Hierzu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik:

“Neue Studie, bekanntes Ergebnis: Es ist egal, welcher Aspekt des deutschen Bildungswesens unter die Lupe genommen wird, das Ergebnis ist stets das gleiche. So gilt auch bei der Lese- und Schreibkompetenz: Wer mit schlechteren Startchancen seinen Bildungsweg beginnt, bleibt abgehängt und verliert mehr und mehr den Anschluss an die Privilegierten. So reproduziert unser Bildungssystem Ungleichheit, verhindert Aufstieg durch Bildung und verschärft die gesellschaftliche Spaltung.

Wir müssen endlich einen bildungspolitischen Aufbruch initiieren, der Bildungsgerechtigkeit in den Fokus stellt. Dazu braucht es einen modernen und kooperativen Bildungsföderalismus und einen besondere Förderung von Schulen, die vielfältige Problemlagen zu bewältigen haben. Mein Konzept eines Förderprogramms für Schulen in benachteiligten Schulen und Quartieren könnte hier als Blaupause dienen: Zusätzliche Mittel werden über Sozialindizies wie Kinderarmut, Anteil Alleinerziehender oder Familieneinkommen verteilt, um multiprofessionelle Teams an die Schulen zu bringen oder Alphabetisierungs- und Sprachförderung zu verstärken. Wir müssen das Versprechen des Aufstiegs durch Bildung endlich wieder wahr machen.”