Die Heilbronner Stimme berichtet über die über die Probleme der Schulschließungen und die Aktivitäten des Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO). Ich habe mich an der Diskussion über Wissenslücken und Förderangebote beteiligt.

Die Zeitung schreibt:

“Aus Sicht von Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, offenbart sich als Folge der Corona-Krise eine grundsätzliche Problematik, die dringend Lösungen bedürfe: „Die Pandemie legt die Schwächen unseres Bildungssystems, die bisher zu oft ignoriert wurden, schmerzhaft offen, sie müssen endlich angegangen werden. Wir müssen jedes Kind dort abholen, wo es in seiner Entwicklung steht, unabhängig davon, aus welchem Elternhaus oder Land es stammt.“ Dies gelte auch in Bezug auf den Bildungsrückstand, der durch die Pandemie zusätzlich entstanden sei. Dabei gehe es nicht nur um Wissenslücken oder Sprachrückstände, sondern auch um soziales Lernen. Stumpp: „Deswegen ist es wichtig, individuelles Fördern und Lernen in den Vordergrund zu stellen.“ 

Dazu müssten aber Lehrkräfte  zuerst einmal wissen, wo ein Kind in seiner Entwicklung stehe. Die entsprechenden Analyseinstrumente gebe es schon lange, sagt die Grünen-Politikerin aus dem Wahlkreis Aalen-Heidenheim, digitale Methoden erleichterten die Erhebung: „Aus diesen Erkenntnissen müssen die weiteren Schritte abgeleitet werden. Egal ob Sprachförderung oder andere Förderangebote, wichtig ist, diese nicht nur als kurzzeitiges, zusätzliches Angebot aufzulegen, sondern diese dauerhaft zu etablieren.“

Individuelle Förderprogramme in den Bundesländern

In den Bundesländern gibt es unterdessen individuelle Förderprogramme, einige finden in den Ferien statt, um möglichst viel verpassten Stoff nachholen zu können, andere sind bereits etabliert. Ein Land, das selbst die Initiative ergreift, ist das grün-schwarz-regierte Baden-Württemberg.  Wie etwa mit dem  Modellprojekt „Bridge the Gap“ (Überbrücke die Lücke). Lehramtsstudierende helfen Schülerinnen und Schülern bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juli, Lernlücken zu schließen. Anschließend soll das Programm Hinweise für Förderprojekte in und nach den Sommerferien liefern. Zielgruppe sind insbesondere Kinder und Jugendliche, die mit sozialen Brennpunkten in Berührung kommen.”

Den vollständigen Artikel der Heilbronner Stimme gibt es HIER.

Außerdem haben darüber berichtet die Oldenburger Onlinezeitung, wallstreet-online.de, fuldainfo.de, presseportal.de, extremnews.com und wirtschaft.com.