12.05.2021, 10 Uhr, online          

Journalismus fördern, Medienvielfalt stärken – Ein Fördermodell für den Lokaljournalismus

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Die Medienkonzentration hat gerade im Lokalbereich in den letzten Jahren immer bedrohlichere Züge angenommen. Immer mehr Lokalredaktionen werden dichtgemacht, und die betreffenden Regionen werden von Zentralredaktionen versorgt. Das ist das genaue Gegenteil von Medienvielfalt. Die Bundesregierung wollte eigentlich die Presseverlage mit 200 Millionen Euro fördern, scheiterte aber an verfassungsrechtlichen Bedenken, vermutlich weil Online-Only-Angebote im Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums von der Förderung ausgeschlossen gewesen wären.

Nach wie vor ist das Problem also ungelöst. Die Werbefinanzierung des Journalismus ist inzwischen an ihre Grenzen gelangt. Besonders im Lokalen ist vielfältiger, anspruchsvoller und kritischer Journalismus kaum mehr finanzierbar. Wie könnte eine öffentliche Förderung aussehen, die nicht in erster Linie Zeitungen subventioniert, sondern plattformneutral ausgestaltet ist? Und welche Kriterien müssen gelten, damit eine solche Förderung einen größtmöglichen Beitrag zur journalistischen Vielfalt leistet?

Im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben Prof. Leyla Dogruel, Prof. Matthias Cornils, Katrin Gessinger und Pascal Schneiders vom Mainzer Medieninstitut ein Gutachten zu „Möglichkeiten öffentlicher Förderung von Lokal- und Regionaljournalismus bei Wahrung der Staatsferne“ verfasst.

Das Gutachten zum Download: https://www.gruene-bundestag.de/journalismusfoerderung.

Wie eine staatsferne Presseförderung aussehen könnte, hat die taz zusammengefasst.

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