In einer aktuellen Umfrage fordern 90 Prozent der Befragten mehr Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit in der Schulpolitik. Auch ich bin sehr dafür, dass mehr Kooperation ermöglicht wird.

Daher habe ich als Sprecherin für Bildungspolitik gegenüber der Presse erklärt:

“Es sind nicht nur die Fachleute und Praktiker*innen, die spüren, dass unsere Schulen weder krisenfest noch zukunftsfähig und chancengerecht sind. Wenn neun von zehn Befragten Änderungen anmahnen, ist das mehr als eine Momentaufnahme, sondern bedarf einer politischen Initiative. So lange sich der Bund nur mit einem Zehntel an den Bildungsausgaben beteiligt, wird eher der Mangel verwaltet anstelle die Schulen substantiell zu stärken; die Bildungschancen bleiben abhängig vom Wohnort und dem Elternhaus. Damit werden wir uns nicht abfinden.

Wir brauchen endlich eine dauerhafte und nachhaltige Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen für gute Bildung in unserem Land. Zeitlich befristete Projekte wie der Digitalpakt sind ebenso wenig zielführend wie die Mittelvergabe über den Königsteiner Schlüssel, der Ungerechtigkeiten vergrößert statt zu lindern. Wir brauchen eine Förderung nach Bedürftigkeit statt per Gießkanne, etwa für ein Förderprogramm für Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren, dem Etablieren von multiprofessionellen Teams an Schulen oder einem qualitativ hochwertigen Ganztagsangebot.”