Googles Milliardenstrafe ist eine gute Nachricht für Smartphone-Nutzer in Europa

Googles Milliardenstrafe ist eine gute Nachricht für Smartphone-Nutzer in Europa

Die EU-Kommission hat heute eine Rekordstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gegen den Internetkonzern Google verhängt. Das US-Unternehmen zwingt mit seiner dominanten Stellung Smartphone-Hersteller wie Samsung und Huawei, die Googles Betriebssystem Android nutzen, zur Vorinstallation von Google-Diensten wie die Google-Suche oder den Internet-Browser Chrome. So versucht Google, die eigene marktbeherrschende Stellung weiter zu festigen.

Das Ausmaß der Strafe orientiert sich an der Dauer und der Schwere des Verstoßes sowie am Umsatz von Google. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google steht mit einem Börsenwert von über 700 Milliarden US-Dollar auf der Liste der wertvollsten Unternehmen der Welt auf Platz 2 hinter Apple.

Google bzw. Alphabet verhindert so seit Jahren einen fairen Wettbewerb auf dem Smartphone-Markt. Die EU-Kommission sieht in Googles Geschäftsgebaren eine erhebliche Gefahr für die europäischen Verbraucher, weil Googles Dominanz innovationsfeindlich ist und die Verbraucher so weniger Auswahl haben. Neben der Strafzahlung muss Google die beanstandeten Praktiken innerhalb von 90 Tagen einstellen. Geschieht dies nicht, werden weitere Strafzahlungen in Höhe von fünf Prozent des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes von Alphabet fällig.

Die Entscheidung der EU-Kommission ist wichtig und angemessen. Die EU erfüllt so ihre Wächterfunktion gegenüber (amerikanischen) Konzernen. Die jetzige Entscheidung weist Parallelen auf zur Strafzahlung von 2013 gegen Microsoft. Der US-Softwarekonzern wurde wegen der Kopplung seiner Windows-Betriebssysteme und dem hauseigenen Internet Explorer bestraft.

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