Inklusion in der beruflichen Bildung muss gestärkt werden! Darüber bin ich mir mit meinen Kolleginnen Beate Walter Rosenheimer und Corinna Rüffer einig. Deshalb haben wir Expert*innen zu einem Fachgespräch eingeladen, um uns intensiv darüber auszutauschen, vor welchen Notwendigkeiten, Potentialen und Versäumnissen wir stehen.

Obwohl der politischer Wille und Rechtsansprüche bestehen, kommen diese in der Praxis jedoch oft nicht an. Um die vollkommene Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention Realität werden zu lassen, wurden uns auch ganz konkrete Forderungen dargelegt:

  • Rechtsbeistand sicherstellen, um dem Machtgefälle zwischen Antragstellenden und Bewilligenden entgegen zu wirken,
  • bürokratische Hürden für Menschen mit Behinderung und für Unternehmen abbauen,
  • unabhängigen Beratung- und Beschwerdestellen sicherstellen,
  • Rechtsanspruch für den Zugang zu beruflichen Schulen schaffen,
  • politisches Handeln konsequent an der UN-Behindertenrechtskonvention orientieren.

Wir waren uns einig, dass wir die Rechte von Menschen mit Behinderung in ihrer Gänze wahrnehmen und Strukturen für eine inklusive Ausbildungs- und Berufswelt schaffen müssen. Menschen mit Behinderung müssen stärker in innerbetriebliche Ausbildungen mit hohem Praxisanteil eingebunden werden und damit gleichberechtigte Zugangschancen zum Arbeitsmarkt erlangen.