Endlich Chancengerechtigkeit herstellen

Endlich Chancengerechtigkeit herstellen


Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss hat einer neuen Caritas-Studie zufolge bundesweit zugenommen. Mit 6,9 Prozent lag der Anteil derjenigen, die nicht einmal den Hauptschulabschluss schafften, im Jahr 2017 um einen Prozentpunkt höher als 2015, wie der katholische Wohlfahrtsverband am Montag mitteilte. Damit sei das gleiche Niveau erreicht wie vor zehn Jahren. Als bildungspolitische Sprecherin erklärt Margit Stumpp:

„Es muss Bund und Ländern ein Weckruf sein, dass immer mehr junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen. Junge Menschen ohne Schulabschluss werden später häufiger arbeitslos und arbeiten viel öfter in prekären Jobs. Die Bundesregierung muss jetzt ein umfassendes Förderprogramm für Schulen in schwierigen Stadtteilen auf den Weg bringen. Die Zukunftschancen junger Menschen dürfen nicht länger von der Postleitzahl abhängen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels muss in einem so finanzstarken Land wie Deutschland dringend mehr für die Chancengerechtigkeit und zur Förderung von leistungsschwachen und sozial benachteiligten Jugendlichen getan werden. Auch braucht Deutschland ein tragfähiges Konzept, um Geflüchteten schnell und unbürokratisch Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Mehr Investitionen in Bildung und Integration helfen dem Einzelnen, zahlen sich aber langfristig gerade auch für die Gesellschaft aus.“

Die ganze Caritas-Studie, sowie die dazugehörige Berichterstattung jeweils verlinkt.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *
Du kannst folgende HTML tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>