Besser spät als nie! Dieser Gedanke drängt sich auf, nachdem Kultusministerin Eisenmann sich monatelang geweigert hat, die Verantwortung für Qualität beim Ausbau des Ganztagsangebots für Grundschulkinder zu übernehmen. Wichtiger, als Ihrem Amt als Kultusministerin gerecht zu werden, war ihr offensichtlich Wahlkampfgetöse. Damit hat sie sowohl die Geduld aller anderen Bundesländer als auch der hiesigen Kommunen über die Maßen strapaziert, die diese Bundesmittel dringend benötigen.

Jetzt ist sie also endlich auf den bayerischen Weg eingeschwenkt, der die Förderung guter kommunaler Angebote ermöglicht. Eisenmann hat also monatelang zwar mit großem Getöse, aber letztendlich vergeblich einen Sonderweg verhandelt. Zum Glück! Das Beharren der Bundesministerinnen ist der einzig richtige Weg, um Bundesmittel gezielt in die Bildung unserer Kinder fließen zu lassen und die Kommunen bundesweit, nicht nur in Baden-Württemberg, finanziell zu entlasten.

Es ist bezeichnend, dass sie jetzt die Zeit „zwischen den Jahren“ nutzt, um ihre ergebnislose Blockade zu beschönigen. Bleibt zu hoffen, dass dieser glücklose Versuch, ihre bisher nur als „mangelhaft“ zu bezeichnende Leistung als Kultusministerin zu kaschieren, ihr letzter bleibt.