Bildungsgerechtigkeit und beste Bildungschancen sind eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Bildung eröffnet Zukunftschancen, und doch hängen sie hierzulande vom Zufall ab. Vom Zufall, wo und in welches Elternhaus ein Kind geboren wird. Durch diese Vorbestimmung werden individuelle Möglichkeiten verbaut und Talente vergeudet. Jede Bildungsstudie unterstreicht diesen Befund aufs Neue, doch es ändert sich nichts. Und in der Pandemie öffnet sich die soziale Schere noch weiter; die Benachteiligten werden weiter abgehängt. Eine Gute-Bildung-für-alle Garantie ist dringender und nötiger denn je. Der Bund darf sich gerade in einer pandemischen Ausnahmesituation nicht hinter Zuständigkeitsdebatten verstecken, sondern muss alles tun, um Kinder und pädagogisches Personal besser zu schützen.

Es kann nicht im Interesse der Länder liegen, wenn der Bund dem wichtigen Zukunftsthema Bildung, das ja nicht nur Schule, sondern das ganze Leben von der Kita über Studium und Ausbildung bis zur Weiterbildung im erwachsenen – und Senioren:innenalter berührt, nicht den angemessenen Stellenwert beimisst. Wie wichtig die Zusammenarbeit vor allem auch im Bereich der Bildungsinfrastruktur und bei der Finanzierung ist, haben gerade die letzten 1,5 Jahre besonders gezeigt.

Moderner und zeitgemäßer Unterricht braucht eine Vielfalt an vermittelnden Medien. Egal ob Tafel, Tablet oder selbstentwickelt. Jede Lehrkraft weiß am besten, was wann geboten ist. Schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen und investieren in die Zukunft unseres Landes.