Heute erschien der ifo-Bildungsbarometer, in dem eine große Mehrheit der Befragten noch Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Schulen sieht. Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik meiner Fraktion:

Der ifo-Bildungsbarometer zeigt mehr als deutlich, dass die Rückkehr zu einer vollständig analogen Schule keine Option mehr ist. Die Pandemie hat auch den letzten Skeptiker*innen deutlich gemacht, dass eine moderne Schule, die junge Menschen auf die Welt von morgen vorbereiten muss, sich der Digitalisierung nicht verschließen darf. Der aktuelle Digitalpakt ist lediglich ein Anfang und kompensiert vielerorts nur aufgeschobene Investitionen. Die Schulen und Schulträger brauchen unbedingt eine Perspektive über den Projektzeitraum hinaus, damit die Investitionen nachhaltig wirken, die Geräte und Netze professionell administriert, Schulentwicklungsprozesse unterstützt, Lernplattformen und –portale etabliert und die Lehrkräfte digital fortgebildet werden. Neben einer digitalen Grundausstattung für alle Schulen, die niemand ernsthaft mehr in Frage stellen kann, sollten zeitnah Gespräche zwischen Bund und Ländern aufgenommen werden, um mit einem Digitalpakt Plus rechtzeitig eine reibungslose Weiterführung der Digitalisierungsanstrengungen zu sichern.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich zudem für eine verbessere Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht aus. Mit unserer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung haben wir ein praktikables Angebot unterbreitet. Diese Bundeszentrale wäre eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Lehrkräfte und Interessierte, um übersichtlich präsentiert qualitätsgeprüfte Materialen zu erhalten, damit Themen wie Datenschutz, Quellkompetenz, IT-Sicherheit oder Desinformation kompetent vermittelt werden. So bündeln, vermitteln und fördern wir digitalpädagogische Kompetenzen.

Das Statement wurde unter anderem aufgegriffen von yahoo.com, ulm.tv, nau.ch und vom Täglichen Anzeiger.