Statement zum schlechten Zeugnis für die Digitalisierung an Schulen
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Statement zum schlechten Zeugnis für die Digitalisierung an Schulen

Heute veröffentlichte die Bitkom Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung an Schulen. Die Ergebnisse waren leider zu erwarten und dürfen nicht zufriedenstellen:

  • Mehrheit der Befragten stellt der Digitalisierung an den Schulen ein schlechtes Zeugnis aus, Eltern Schulpflichtiger Kinder schätzen die Situation noch pessimistischer ein
  • Mehrheit will Digitalisierung rasch verbessern und dem Bund mehr Kompetenzen zugestehen (79% der Eltern wollen, dass der Bund alleinig für Bildung zuständig sein soll)

Dazu erkläre ich als Sprecherin für Bildungspolitik der Bundestagfraktion der Grünen:

“Die heutige Bitkom-Studie untermauert, was wir bereits aus anderen Untersuchungen und aus Reaktionen des letzten halben Jahres wissen: Die Digitalisierung der Schulen hängt den eigenen Ansprüchen massiv hinterher und vergrößert mit jedem Tag des Fernunterrichts die Chancenungerechtigkeit. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand:

Jede Schule benötigt ein digitales Fundament, das Technik, Organisation und Pädagogik umfasst. Wir reden hier von Breitband, WLAN, Lernplattformen, Endgeräten, Mail-Adressen und Fortbildungen. Das könnte der Digitalpakt schnell und unbürokratisch leisten. In nächsten Schritt brauchen Schulen dann Unterstützung, um Medienentwicklungspläne zu erarbeiten, damit sie mit Hilfe weiterer digitalen Instrumente ihr Profil schärfen können.

Es ist offensichtlich, dass die Mittel des Digitalpakts nicht ausreichen werden. Damit die Schulen nicht mit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten kämpfen müssen, brauchen sie eine langfristigere Perspektive. Daher sollten schon heute Bund und Länder ins Gespräch kommen, um mit einem Digitalpakt Plus den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und zum Erfolg zu führen.

Eine Bundeszentrale für digitale und Medienbildung wäre ein wichtiger Baustein, Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, digitale Instrumente zu nutzen. Die neue Bundeszentrale würde vorhandene Materialien bündeln, prüfen und präsentieren und so einen niederschwelligen Zugang schaffen, schnell und sicher neue Tools im Unterricht – egal ob in der Klasse oder digital – einzusetzen.”


Die Meldung wurde unter anderem vom Handelsblatt aufgegriffen.

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