Eine selbsternannte Alternative plant nun auch in Baden-Württemberg einen “Pädagogen-Pranger“. Schüler*innen sollen melden, wenn Lehrer*innen sich kritisch zur AfD äußern. Mich erinnert dieser Ansatz an die schwärzesten Kapitel der deutschen Geschichte. Gegenüber der Presse habe ich dazu erklärt:

„Die Empörungsstrategie der AfD ist altbekannt und zu leicht durchschaubar. Ich gehe davon aus, dass die Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg das auch durchschauen und die Plattform ins Leere laufen lassen.

Ansonsten zeigt die AfD wiederholt ihre hässliche Fratze mit Hang zum Totalitarismus. Die Geschichtsvergessenheit der Möchtegern-Alternativen wird wieder einmal unter Beweis gestellt und unterstreicht ihren Standpunkt außerhalb des demokratischen Spektrums.

Wir haben in Baden-Württemberg und darüberhinaus den Konsens, dass Schüler*innen „zur Anerkennung der Wert- und Ordnungsvorstellungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erziehen“ sind. Ich halte eine Stärkung der politischen Bildung in und außerhalb der Schule für das richtige Mittel, um die Grundlage für eine tolerante, weltoffene und freiheitliche Gesellschaft auf Dauer zu schaffen.“

Das Statement wurde unter anderem von der Schwäbischen Post aufgegriffen.