Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, erklärt anlässlich der morgen beginnenden Computerspielemesse Gamescom:

“Auf der weltgrößten Computerspielemesse feiert sich dieser Tage eine boomende Branche, die allein während der Corona-Pandemie noch einmal um ein ganzes Drittel gewachsen ist. Weil die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz von Computerspielen so stark zunimmt, ist ein funktionierender Schutz vor Spielsucht und anderen Gefahren für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Pädagoginnen und Eltern sind gefragt, einen richtigen Umgang mit digitalen Medien im Allgemeinen und mit Spielen zu vermitteln. Die Aufgabe der Politik ist es, sie dabei zu unterstützen.

Es braucht zum einen eine viel bessere und effektivere Förderung der Medienkompetenz. Zum anderen müssen gesetzliche Vorgaben für Hersteller und Plattformen Kinder und Jugendliche besser vor nicht altersgerechten Inhalten und Gefahren schützen. Letzteres hat die Bundesregierung mit einer Reform des Jugendschutzgesetzes wenigstens versucht. Alarmierend ist allerdings, dass laut einer aktuellen Umfrage des Bitkom-Verbands 42 Prozent der Ausgaben, die insgesamt für Computerspiele bezahlt werden, in sogenannte In-Game-Käufe fließen. Seit Jahren warnen die Verbraucherzentralen in diesem Kontext vor Abzocke und Suchtgefahr bei Online-Casinospielen. Wir Grüne wollen diesem unlauteren Geschäftsmodell endlich einen Riegel vorschieben.”