Zur Entscheidung eines britischen Gerichts, wonach Julian Assange im Gefängnis bleiben muss, erkläre ich als Sprecherin für Medienpolitik:

„Der Widerspruch könnte nicht größer sein: Einerseits wird die Auslieferung Julian Assanges an die USA mit der Begründung verweigert, dass die Haftbedingungen dort sein Leben und seine Gesundheit gefährden, andererseits wird die Entlassung aus der ebenfalls extrem belastenden Haft in Belmarsh mit dem Argument Fluchtgefahr verweigert. Diese Begründung ist nicht nachvollziehbar. Es gäbe genügend Möglichkeiten, Assange zu beobachten und eine unwahrscheinliche Fluchtabsicht zu vereiteln, etwa mittels Hausarrest. Warum Julian Assange dieser humanitäre Akt jetzt verweigert wird, ist völlig unverständlich. Wir erwarten, dass sich wenigstens Bärbel Kofler als Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, die ja angekündigt hatte, das Verfahren Assanges aufmerksam zu verfolgen, jetzt für die Entlassung von Julian Assange aus Belmarsh stark macht.“