Internationaler Frauentag 2017

Internationaler Frauentag 2017

„Weltweit sind feministische Errungenschaften in Gefahr! Darum setzen wir am diesjährigen Internationalen Frauentag ein deutliches Zeichen: Für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen den Rechtsruck von AfD und Co.
Mit unserer Aktion am Rommel-Denkmal tragen wir den feministischen Protest des Women´s March in Washington weiter und solidarisieren uns mit allen Frauen weltweit, die für eine feministische Gesellschaft und gegen nationalistische Ideologien und rassistische Hetze einstehen!
Das Rommel-Denkmal ist im Wortsinn ein „herr“-liches Beispiel für unsere Kritik: Es stört uns nicht, wenn Männer geehrt werden. Sondern es geht darum, wer wofür geehrt wurde (und wird). In der Vergangenheit waren dies überwiegend Männer, deren Leistung -meist militärische, seltener gesellschaftliche- als denk-würdig erachtet wurden.
In diesem Zusammenhang nehmen wir nicht hin, dass Nationalisten, Rechtspopulisten und Frauenfeinde die Zeit zurückdrehen wollen. Wir wollen weiter vorangehen und die Gesellschaft feministisch gestalten.
In den letzten Jahren haben wir viel erreicht: „Nein heißt Nein“ ist endlich Gesetz und ein Anfang bei der Besetzung von Spitzenfunktionen in der Wirtschaft mit Frauen ist gemacht. Aber noch immer gibt es viel zu tun. „Die Zunkunft ist weiblich“ stimmt zwar grammatisch, die Gegenwart wandelt sich gerade eher von männlich zu „herrisch“, wenn wir die politische Weltlage betrachten, Es liegt an uns und den gegenwärtigen Weichenstellungen, ob die Zukunft tatsächlich weiblicher wird.
Nicht zuletzt deswegen wollen wir Frauenrechte konsequent durchsetzen! Dem Rechtsruck setzen wir unsere Vorstellung einer gleichberechtigten Gesellschaft entgegen, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion frei leben können.
In Baden-Württemberg verdienten Frauen im Jahr 2015 im Durchschnitt über 23 Prozent weniger als Männer. Die Quote liegt noch unter dem Bundesdurchschnitt von 21 Prozent!
Im Kreistag Heidenheim sind von 47 Mitgliedern gerade 3 Frauen, das sind magere 6,4 %! In den Gemeinderäten sind immerhin 25,6 %, also gut ein Viertel der Sitze von Frauen besetzt. Angesichts eines Bevölkerungsanteils von über 50% im Landkreis aber immer noch viel zu wenig.
Wir fordern den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Wir wollen Gewalt gegen Frauen bekämpfen und fordern eine sichere Finanzierung von Frauenhäusern. Wir wollen, dass Frauen gleichberechtigt auf allen Ebenen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vertreten sind. Und wir kämpfen dafür, dass Mädchen und Frauen, Jungen und Männer ohne einschränkende Rollenklischees leben können.“

One comment

  • Reinhard Mendel

    Von Reinhard Mendel

    Antworten

    Laut §189 StGB zeigt dies eine Verunglimpfung des Denkmals eines Verstorbenen und kann mit bis zu 2 Jahren Haft oder Geldstrafe geahndet werden!

    Würde gerne wissen ob Sie genauso lächeln wenn jemand die Gräber ihrer Verwandtschaft mit Mützen schmücken würde.

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