Als Sprecherin für Bildungspolitik, Berufsschullehrerin und selbst Kind aus einer nichtakademischen Familie liegt mir der Einsatz für Chancengleichheit für junge Menschen besonders am Herzen.

Hierzu tauschte ich mich mit dem 2016 von Natalya Nepomnyashcha gegründeten „Netzwerk Chancen“ aus, einer Initiative, die Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien etwa durch Workshops, Coaching und Netzwerken zu Arbeitgebenden unterstützt. Derzeit fördern sie über 1.000 junge Aufsteiger*innen.

Neben dem Austausch von persönlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Bildungsbiographien sprachen wir über die bildungspolitischen Ziele in unserem grünen Wahlprogramm und die Ziele des Netzwerks, die große Schnittmengen aufweisen. Einig waren wir uns besonders über die Bedeutung eines hochwertigen und rhythmisierten Ausbaus des Ganztages und der Überwindung der mehrgliedrigen Schulsysteme. Hierin stecken große Potentiale, ein gemeinschaftlicheres Lernen mit individueller Unterstützung und in der Schule einen Lebensraum zu schaffen.

Die Frage nach einer gerechten und bedarfsorientierten Finanzierung verlangt neue Antworten: eine Abwendung vom Königsteiner Schlüssel, die Ausrichtung an Sozialindizes sowie der Schaffung eines Kooperationsgebots anstelle des derzeitigen Kooperationsverbots (§104b GG). Wir fordern zudem eine Orientierung am gesetzten Ziel von 7% des BIP für Bildunginvestitionen.

Ich bin sehr dankbar für diesen gleichgesinnten und bestärkenden Austausch. Mehr Informationen zum „Netzwerk Chancen“ gibt es auf deren Website – Netzwerk Chancen.