Mehr denn je halten sich die Königsbronner in den Wäldern rund um die Gemeinde auf. Den meisten fiel dabei in den vergangenen Wochen der massive Holzeinschlag im Bereich des Panoramaweges und entlang der B19 auf.

Auch mich erreichten besorgte Bürgeranfragen zu diesem Thema. Forstbezirksleiter Dr. Untheim und Revierleiter Jörg Weiler luden kurzerhand zum Vorort-Termin ein, selbstverständlich unter Beachtung der AHA-Regeln. Auch die Grüne Fraktion des Gemeinderates beteiligte sich an dem Austausch.

Der Einschlag entlang des Panoramaweges und der B 19 ist vorrangig den notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen geschuldet. Absterbende, ältere Buchen und Eschen wurden entnommen. Dies dient der Risikominimierung für Personen und Fahrzeuge, aber auch für die Verkehrssicherung der angrenzenden Bebauung.

Was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist – unter den gefällten Bäumen ist fast überall bereits die nächste Baumgeneration vorhanden, der Boden wird nicht kahlgelegt. Dies bedeutet, dass der Wasser- und Bodenschutz nicht beeinträchtigt wird und die Brut- und Höhlenbäume – soweit dies im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht verantwortbar ist – zum Waldnaturschutzes belassen werden.

Revierleiter Jörg Weiler brachte es auf den Punkt: „In der Forstwirtschaft ist es wie in der Politik – der Spagat zwischen Naturschutz und Verkehrssicherungspflicht ist oft nicht einfach.“

Ich bedankte sich herzlich für den spannenden und informativen Austausch. Wieder einmal zeigte sich, dass miteinander statt übereinander zu sprechen der schnellste und beste Weg ist, um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen jederzeit direkt an die Forstbezirksleitung Östliche Alb, Herrn Dr. Untheim oder den Revierleiter Forstrevier Ochsenberg, Herrn Jörg Weiler, wenden.